Ich bin viel ruhiger. Vielleicht dank Rescue Remedy Tropfen, vielleicht dank (zum grössten Teil) abgearbeiteter Liste, auf jeden Fall dank vieler guter Wünsche - auch von Ihnen allen! Grösste Flatteritis (das lernte ich gestern in den Kommentaren, dass es Flatteritis ohne E am Ende heißt - auch dafür vielen Dank…!) hat sich gelegt und so daddel ich eine letzte Runde durch die Blogs und stoße auf diesen Beitrag von Frau…äh…Mutti. Und nun, da sie so offen ist, möchte ich auch die Hosen runterlassen sagen, was Sache ist.
Also: ich habe Myome, einige Myome. Zwei waren schon die letzten 10 Jahre bekannt, die meisten sind jedoch im letzten Jahr dazu gekommen und rasant gewachsen. Ich hatte oft Schmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, Periodenschmerzen (starke, bis in die Beine!) und allgemeine Unterleibsschmerzen. Sehr oft lag ich auf den “grässlichen Stühlen” (Wortlaut Frau…äh…Mutti, danke!), wir (die Ärzte und ich) tippten eine Zeitlang doch eher auf eine Blasenproblematik. Das war eine charmante Phase, bis ich dann vom Urologen doch wieder in die Gynäkologie eingestuft wurde und bekannt wurde: die Gebärmutter ist völlig durchwachsen von Myomen, stark vergrößert und muss raus. An dem Punkt stehe ich nun. Morgen kommt sie raus.
Dass man das nicht so ohne Wimperzucken machen lässt, zumal wenn man noch unter vierzig ist (das darf ich mit fast vollendeten 39 holden Jährchen doch sagen?), ist klar. Es hat einige Wochen gedauert, bis es in meinem Kopf verankert war. Eine Zeitlang konnte ich nicht gut mit ganz jungen Frauen zusammen sein, ich fühlte mich wie 75 Jahre alt. Ich hatte Angst, dass sich diese Blockade auf meine Art übertragen würde. Meine Art mit mir selbst, mit meinem Mann, mit den Kindern und überhaupt allem umzugehen. Aber jetzt “bin ich okay” - wie man in meinem namibisch-deutschen Slang so sagt. I’m okay. Mir wurde in den letzten Wochen so oft gesagt, dass frau sich hinterher fragt, warum sie es nicht schon viel früher hat “machen lassen”. Ich habe so viel Sympathie bekomme und BIN DOCH GAR NICHT KRANK!
Und so werde ich heute um 18h00 ins Krankenhaus einchecken - der Mann und die Zwillinge bringen mich, die Große ist aus organisatorischen Gründen bei den Grosseltern - bewaffnet mit ner Riesenbuddel Rescue Remedy Tropfen, einer Batterie an Büchern, einem I-pod voller guter Mukke, in der Hoffnung und Annahme, dass alle guten Prophezeiungen eintreffen mögen. Und dann muss nur noch das Mama-Abwesenheits-Programm greifen. Aber das wird es, da bin ich ganz ruhig. Und für alle anderen Dinge beiße ich in die nächste Tischkante…
Und jetzt bin ich wirklich weg!
Spuren im Sand