der Anfang

Ich habe immer schon gern geschrieben. Unförmige Gedichte früher in der Schule, auch Aufsätze waren mir meist nicht verhasst. Als ich 1994 nach Deutschland kam, SCHRIEBEN wir ja noch per Hand Briefe… Auch das habe ich gern getan und ausführlich nach Namibia berichtet. Dann kam die Zeit des Faxgerätes und bald darauf auch schon zogen Email, Handy, SMS und Co in unser Leben ein. Eine neue Welt tat sich für mit dem Internet und vor allem dem Bloggen auf.

Anfang 2006 bin ich das erste Mal auf ein Blog gestoßen, als ich ein Kuchenrezept suchte und dabei bei Hofgeschnatter landete. Von da aus ging’s zu Frau … äh … Mutti und vielen anderen. Ich war fasziniert. Und bald dachte ich das will ich auch. Mein erster Eintrag (damals hatten wir ja noch echten Schnee!) war am 13.3.06. Und wie war das bei Ihnen so?

(Nein, das ist kein Stöckchen, nur ein Gedanke, der mir kam und es interessiert mich, wie Sie zum bloggen kamen und wie lange Sie schon dabei sind.)

17 Antworten zu „der Anfang“


  1. 1 stilke 23. Januar 2008 um 1:08

    aaaaaaaaaaalso. das ist ja mal eine interessante frage. *amkopfkratz* *nachdenk*
    das war so. bis vor einigen monaten wußte ich eigentlich garnicht, dass es sowas wie „blogs“ gibt. vielleicht habe ich mich mal aus versehen auf blogs verlaufen (beim googeln nach „wo war ich gestern“ oder „gummistiefel“ ;-) ) ich habe gerne und viele und lange mails über mein /unser leben geschrieben. meine mailfreundschaften meinten dann mal, ich sollte meine erlebnisse irgendwo anders niederschreiben (vermutlich, damit ich sie nicht länger damit nerve). irgendwer sagte, ich solle bloggen. da habe ich mich mal bei wordpress umgesehen. den letzten tritt (sozusagen eine dosis selbstbewußtsein) gab mir die tatsache, dass ein leserbrief von mir (der erste, den ich jemals geschrieben habe) in der welt am sonntag veröffentlicht wurde. den fanden einige recht lustig. so. das war´s. da „traute“ ich mich dann.
    das war im frühsommer 2007.
    (danke für´s fragen!)

  2. 2 DüneSieben 23. Januar 2008 um 1:14

    oooh, DAS war aber ein toller Tritt, das mit dem veröffentlichten Leserbrief!! Ja, ich habe auch viel gemailt, bzw. meinen Eltern gefaxt, die Faxe haben sie auch alle aufgehoben und es ist für mich sehr interessant, wenn ich jetzt darin lese.
    (Wie gut, dass Sie sich getraut haben, denn was wäre ich ohne Ihre Geschichten, Frau Stilke!!)
    (Danke für’s Antworten!!)

  3. 3 Andrea 23. Januar 2008 um 1:18

    Ja, wie war das bei mir: Ich bin auch eher aus Versehen auf die ersten Blogs gestoßen. Den ersten Kontakt hatte ich zu „Bestrickendes“, die mich auf Stricktreffen in Thüringen hinwies und erzählte, dass da auch schon aus meiner Ecke jemand da war. So lernte ich Christine kennen – bald auch persönlich und vor ca. 1 Jahr beschlossen wir: wir eröffnen in Leipzig ein Strickcafé. Das war erst in „geborgten“ Räumen, dann ab 1. Mai 2007 in unserem Café!!!! Auf diesem Weg lernte ich weitere Mädels aus den Blogs kennen und als dann unsere liebe Anne im November nach Canada auswanderte, gab es keine „Ausrede“ mehr: ein eigener Blog mußte her, damit Anne das Neuste erfährt!!! Ja, so war das. Das war im November 2007 und ich möchte es nicht missen!

  4. 4 Frau Kathy 23. Januar 2008 um 2:01

    ich kam über ida zum bloggen. durch die schwangerschaft klickte ich mich durch sämtliche foren habe dann erst für familie und freunde eine homepage von ida bei unserbaby.de eingerichtet und über diese seite eine sehr liebe mommy kennengelernt die auch ein blog hatte. ich mochte ihre schreibweise damals sehr und habe so immer mehr familienblogs gelesen. ich finde es immer noch faszinierend täglich aus dem alltag fremder leute zu hören/lesen und so ein stück weit an ihrem leben teilnehmen zu können.

  5. 5 IneS. 23. Januar 2008 um 2:18

    Sie wars. Sie ist schuld, dass ich angefangen bin mit Bloggerei… Kennengelernt bzw. aufmerksam geworden bin ich auf sie durch das Familienforum, auf dem ich mich zu seiner Zeit viel rumgedrückt habe (und dort heute so überhaupt gar nicht mehr lese… obs an den vielen Blogs in meinem Feedreader liegt?).

    Und um genau zu sein, war das mein erster Eintrag.

    (Wahnsinn, wie lange das schon her ist, mal so rückblickend betrachtet… 8) )

  6. 6 larissa 23. Januar 2008 um 2:59

    Als wir damals, 2003, nach Genua gezogen sind, habe ich immer fleißig Rund-Emails nach Hause geschickt. Dass ich schreiben kann *hüstel* weiß ich schon lange *hüstel*, ich habe früher immer mal wieder als freie Mitarbeiterin bei Zeitschriften und Zeitungen gearbeitet, wollte auch mal Journalistin werde etc. Außerdem habe ich immer – wenn auch mal mit Lücken – Tagebuch geschrieben bzw. fleißig Briefe (erst echte, auf Papier, später dann Emails) an meine ganzen Freunde.

    Nach Elianos Geburt wurden die Emails etwas Baby-lastig und das wollte ich meinen ganzen kinderlosen Freunden ersparen bzw. ich war mir sehr, sehr unsicher, ob sie das noch lesen wollen. Und so eine Email verpflichtet ja eigentlich immer zur Antwort und was bitte schreibt man einer schlaflosen Jung-Mutter …

    Ein guter Freund von mir ist zeitgleich nach NYC gegangen und fing dort an zu bloggen – das war auch mein erstes Zusammentreffen mit dem Phänomen Blog. Ich fand die Idee klasse, dachte mir, da kann ich schreiben und wer will kann lesen und wer nicht will, der lässt es einfach bleiben. Das war im April 2005. Heute ärgere ich mich natürlich, dass ich nicht viel früher angefangen habe und meine ersten Eindrücke von unserem Italien-Abenteuer festgehalten habe.

    Im Moment bin ich gerade mal wieder unzufrieden, weil mir der Blog mal wieder viel zu kinder-lastig ist … ich müsste einfach mal wieder in ein anderes Land ziehen ;-)

  7. 7 Frau Antonmann 23. Januar 2008 um 4:13

    Während der Schwangerschaft mit Anton und auch in den ersten Monaten nach seiner Geburt las ich regelmäßig im Forum von Eltern.de. Immer nur als stille Mitleserin, registriert habe ich mich da nie. Irgendwann las ich einen Beitrag, in dem die Verfasserin ganz viele Links zu Mütterblogs und Mütterhomepages eingestellt hatte und so landete ich bei Larissa. Nach kurzer Zeit und vielem Stöbern in der Blogroll stand fest: Ich will das auch. Kein Rumgeeiere in irgendwelchen Foren, mit Leuten, die man eigentlich ganz schrecklich findet, deren Beiträge einen vollkommen egal sind und man sie trotzdem liest, weil sie halt eben da sind, sondern einfach nur meins. Den ersten Eintrag schrieb ich am 8. Februar 2006 (die Anfänge meines Blogs sind jedoch nicht mehr öffentlich), aber bis das Ganze dann wirklich richtig meins wurde, hat es schon noch einige Monate gedauert.

  8. 8 stilke 23. Januar 2008 um 4:39

    @frau antonmann: im forum von eltern de lese ich auch seit meiner schwangerschaft im sommer 2002 mit… (immer still. weil mich das stutenbissige rumgezicke dort irgendwie abschreckt, zu schreiben) :-)

  9. 9 DüneSieben 23. Januar 2008 um 4:46

    Hach – danke für die Antworten bisher!! Ich find’s schön, das alles zu lesen!
    Interessant finde ich, wie Frau Antonmann schreibt, daß man sich im Laufe der (Blog)zeit wandelt. Und damit auch das zentrale Thema im Blog sich immer mal wieder leicht ändert.

  10. 10 wortteufel 23. Januar 2008 um 8:07

    Vor fünf Jahren zog ich in eine andere Stadt und belästigte danach zwei Jahre lang mein altes Umfeld mit Emails aus der neuen Heimat. Schreiben war schon immer ein kleiner Teil meines Jobs, ein Hobby und für mich die Möglichkeit meine Gedanken zu strukturieren und zu ordnen.

    Auch war das Schreiben für mich immer ein Ventil, um Stress abzubauen, mich mit Konflikten auseinander zu setzen oder auch um für mich Klarheit zu schaffen. Aufgeschrieben hieß irgendwie geklärt.

    Diese Briefe von der neuen in die alte Heimat stießen auf großes Interesse und meine Erlebnisse in meinem neuen Umfeld auf willige Leser.

    Irgendwann uferte es aus und ich schrieb über Hinz und Kunz sowie die Merkwürdigkeiten des Lebens. Und irgendwer sagte: Du solltest das aufschreiben. Für alle.

    Lange passierte nichts, bis ich letztes Jahr Langeweile hatte. Und dies um-be-dingt mitteilen wollte – mein erster Blog war geboren. Damals bei Blogspot, nach kurzer Zeit dann bei WordPress.

    Anfangs war mein Blog satirischer, boshafter und nur mit einigen wenigen privaten Infos bestückt. Mittlerweile ist er sehr persönlich geworden und hat leider sehr an Satire und Alltagswahnsinn verloren.

    Vielleicht sollte ich mal wieder „back to the roots“ und mehr Alltagswahnsinn in boshafter Form aufarbeiten. Themen gibts schließlich genug ;)

  11. 11 fraubergzwerg 23. Januar 2008 um 8:22

    Hallo, also angefangen haben wir im November 2006. Mein Mann war es der auf Blogs (Saftblog) aufmerksam wurde. Über die stand damals ein rießiger Bericht in der Zeitung. Ich war eigentlich leicht genervt, weil er immer wieder anfing. Heute bin ich es die den Blog pflegt ;O). Die ersten Blogs die ich so regelmäßig las, waren der von Larissa und Moritz Papa. Die Linkliste von Larissa war damals schon so lang, da hab ich mich durchgewühlt und bin hängengeblieben. Meine ist jetzt auch recht lang und wird wohl noch etwas wachsen.

    Das war ja mal ne tolle Frage.

    Ach ja, mittlerweile besitze ich was von Suse aus Berlin und eine echte pompadura, ist schon lustig.

  12. 12 jette 23. Januar 2008 um 11:32

    Der Mann fing damit an und fragte mich, ob ich nicht auch so ein Ding würde haben wollen. „Nee“, so meine Antwort, „soll ich’ n da schreiben?!“

  13. 13 Frau ... äh ... Mutti 24. Januar 2008 um 10:53

    Ich habe 2002 angefangen mit der Bloggerei.
    Damals bei Parsimony, ich durfte die neue Tagebuch-Software testen. Mein erstes Blog hieß „rauchfrei“, danach kam „jeden Tag“, denn das Thema „nicht mehr rauchen“ war irgendwann ziemlich abgelutscht. Über meine Kinder fiel mir bedeutend mehr ein, zumal ich gleichzeitig das Interesse an der Foren-Schreiberei (andere, seeehr lange Geschichte) verloren hatte. „Jeden Tag“ lief sehr lange bei Parsimony und hatte einen treuen Leserstamm. Kurz zog ich damit auf eigenen webspace (daher auch immer noch die email-Adresse) mit zusammengefrickelter Blogsoftware. Gefiel mir aber nicht gut, also zurück zu parsimony und weil´s so Spaß machte, gab´s gleichzeitig noch ein Gartentagebuch „Die Wildnis vor der Tür“ von mir.
    Ende 2004 hatte ich eine „Schreibblockade“ :-), das Gartentagebuch verschwand und „jeden Tag“ schloss seine Pforten. Und fehlte mir sehr.
    Deshalb wurde kurz darauf Frau … äh … Mutti aus der Wiege gehoben, wiederum bei Parsimony. Oktober 2005 gewann ich ein halbjähriges Abo bei BlueLion, welches nach dem halben Jahr wegen seines großen Erfolges von den Sponsoren um ein weiteres halbes Jahr verlängert wurde. Ein weiteres Jahr bekam ich anonym gesponsort und ich bin immer noch dort :-)
    Kurz gab es schon Überlegungen, zurück auf eigenen Webspace zu gehen, aber ich habe keine Lust mehr, mich mit Software auseinander zu setzen. Ich schreibe nur noch.

    Die alten Blogeinträge sind übrigens alle gesichert und sollten mal ausgedruckt werden. Und die ganz uralten Sachen von damals, als ich noch Geschichten über Ranz, Motz und Schlunz in den Foren schrieb, die gibt es als gedrucktes Büchlein in Mini-Auflage (15 Stück) :-)

    Ich bleibe beim Bloggen, ich find´s großartig.

  14. 14 dasmiest 24. Januar 2008 um 1:36

    Tja, ich habe irgendwann (wahrscheinlich durch eine blöde Frage) das Babyzimmer.de entdeckt. Und dort Jac, die damals schon bloggte, nämlich mit stapelweise. Das war endlich jemand, der vernünftige Ansichten hatte und zudem noch sehr unterhaltsam schreiben konnte. Sie lese ich heute noch gerne und sie steht auch immer noch in meiner Blogroll. Da bin ich sehr hängen geblieben und wollte dann auch :-). Das ist jetzt bald vier Jahre her.

  15. 15 KatjaW 24. Januar 2008 um 3:07

    Ein Arbeitskollege meines Mannes bloggte schon eine ganze Weile, traf sich auch mit Bloggern, was wir damals (2005) noch sehr seltsam fanden.
    Dann überlegte ich mir, dass eine Internetseite klasse wäre, um meinen Freunden und Verwandten in den USA Einblicke in unser Familienleben zu gewähren, ohne ständig Mails über die Entwicklung unserer 1. Tochter schreiben zu müssen. Und landete bei blogspot. Anfangs berichtete ich nur Positives und Heiteres, nutzte das Blog eher als Fotoseite und Tagebuch, eben nur für uns.
    Dann stieß ich zufällig (Suchmaschine?) auf „Sex and the Folgen“, von da aus auf „Frau Klabauter“, dann auf „Ami“, und meine Blogliste wurde und wird immer länger, z.B. gucke ich seit kurzem auch regelmäßig hier vorbei.
    Mein Blog hat nichts künstlerisches oder so, es ist tatsächlich eine Art Tagebuch, nur besser, wegen der Kommentare. Durch’s Lesen und Kommentieren merkt man, dass man nicht alleine ist. Denn der nachbarschaftliche oder familiäre Kontakt ist heute nicht mehr so gegeben, eine Austausch mit unterschiedlichen anderen Müttern eher selten. (Bei mir jedenfalls.)

  16. 16 KatjaW 24. Januar 2008 um 3:09

    Oops, noch etwas vergessen: seit Mai 2006 blogge ich, aufgrund vom zweiten Töchterlein wurde dann vor kurzem das aktuelle Blog erstellt. Vorher war’s marthapauline.blogspot.com.

  17. 17 DüneSieben 24. Januar 2008 um 5:41

    Vielen Dank für die vielen schönen Geschichten! Ich möchte nicht mehr ohne diese Geschichten und ohne Euch sein!


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