Ich bin ganz erfüllt von dem gestrigen Abend, der ein Weihnachtsgeschenk an den DüneSiebenMann von mir war. Nicht ganz uneigennützig, schenkte ich ihm einen Gutschein für zwei Personen für ein 7 Gang Amuse-Bouche Menü der Feinheimisch Köche in diesem tollen Restaurant. Wer Hunger hat, jetzt weglesen! So sah das Menü aus:
Parfait von Landhuhn Leber mit gelben Wachsbohnen
Eintopf aus Graupen, Gemüsen und Miesmuscheln
Kürbis aus dem Rosmarin Rauch mit karamelisierter Meerrettichcreme und Pilz-Förtchen
Saibling mit Lauch-Senf-Krust auf gestovten Steckrüben und Karotten mit Kartoffelplätzchen
Frühlingsrolle vom Dorsch mit Rote Bete und Blutwurst
Landhuhn mit Topinambur und Apfelkompott
Ziegenfrischkäse mit Quitte im Kartoffel-Baumkuchen
Birne mit Zimtcreme gefüllt, Schlehen-Sabayon und Mandelhippe
Es war ein Erlebnis schlechthin, das Feinheimisch Programm ist lohnens- und unterstützenswert und es wird - obwohl kostspielig - nicht das letzte Mal sein, dass wir an so einem Menü teilnehmen.
Einziger Wehmutstropfen an dem Abend, waren unsere Tischgesellen… Älteren Semesters, womit ich an sich kein Problem habe, aber leider ungepflegt, mies gelaunt und mit recht verschrobenem Greisengetüddel. Er war Gebissträger und mir ist das Geräusch von Besteck-an-Zähnen schon zuwider. Gestern Abend lernte ich jedoch, dass ich bei Besteck-an-den-Dritten an meine Grenzen gerate, vom Geräusch von Dritten-auf-Dritten mal ganz abgesehen. Selbst tapfere Versuche unsererseits, eine Konversation in Gang zu bringen, frei nach dem Motto “setz dich mit dem Feind auseinander” brachten nichts. Er moserte rum, weil er Rückenprobleme hat und auf “den grässlich unbequemen Stühlen” nicht sitzen konnte. Good Gracious, so ein 7 Gänge Menü ist nunmal nicht in eineinhalb Stunden runtergeschlungen und wenn man nicht mehr gescllschaftsfähig ist, sollte man lieber zu Hause bleiben…! Um uns herum lauter nette Leute, die Spaß hatten und sich angeregt mit ebenso wildfremden Tischnachbarn unterhielten. Der DüneSiebenMann und ich haben uns lange nicht mehr so intensiv in die Augen geschaut und konnten jeweils die Abneigung gegen unsere beiden Tischkandidaten darin lesen… Das war dann schon wieder lustig.
Heute jedenfalls habe ich noch viele schöne Geschmäcker auf der Zunge, sogar die Blutwurst in der Dorschfrühlingsrolle, vor der ich echt Manschetten hatte, hat gemundet - in der Kombination zumindest!
(Die kleine Tochter habe ich 10 Minuten, nachdem die Schule angefangen hatte, abgeholt. Sie spuckt und hat Bauchschmerzen und ich hoffe, dass es nicht Herr Noro ist…)
Spuren im Sand