Da wir wegen des “schlechten” Wetters (was sich ja zum Glück als das Wintererlebnis schlechthin bewahrheitet hatte!) recht unschlüssig waren, wann und ob überhaupt wir nach DK fahren, hatte ich recht chaotisch gepackt. Angedacht war ein Tag im Badeparadies und so hatte ich für alle Badesachen eingepackt, nur für mich nicht. Dies fiel mir im Auto auf dem Weg nach DK ein. Wisst ihr was, jetzt habe ich meinen Badeanzug vergessen. Ich hatte noch einen in der Hand, aber der war mir zu spackig und ich wollte lieber den anderen mitnehmen. Kontert das witzige Tochterkind Tja Mama, lieber spackie als nackie!
Archiv für März 2008
Klischeehaft, wie es klingen mag, ich muss es trotzdem sagen: Es war ein Traum! Es war weiß, es war kalt, es war still, es war Winter, es war Dänemark! Knirschender Schnee unter den Füßen beim Gang zu den Toiletten auf dem Campingplatz früh morgens und glitzernde Sterne beim Gang an die frische Luft zwischen zwei Saunagängen abends. Leider auch fiebernde Kinder, Sohnemann hat den Wohnwagen fast ausschließlich von innen gesehen.
Was für uns noch vor kurzem unvorstellbar war und für viele eine Horrorvorstellung ist, haben wir wahr gemacht: einen Wohnwagen in DK. Und suhlen uns freudig in der Voraussicht, spontan Wochenenden und die Sommerferien dort zu verbringen.
morgens:
mittags:
abends:
… so wie Frau Brüllen, was das Menü des Osterwochenendes betraf in der Tasche, dennoch einiges leckeres gezaubert:
Mittwochabend: Einläuten der Ferien bei Pasta e Patate a la calabrese. Super!
Donnerstag: mittags Reste von der Pasta, abends essen gegangen, mit Kind, Kegel und Nachbarn.
Freitag: Religiöse jetzt bitte weglesen, denn es gab Fleisch: Falscher Hase mit Feldsalat, Salzkartoffeln und Thymian-Karotten. Zum Kaffee nachmittags eine Donauwelle.
Samstag: Mittags Reste vom Hackbraten, nachmittags Reste Donauwelle, abends (very south african!) Toasted Cheese: Toast leicht toasten, außen (!) und innen mit Butter bestreichen, mit einem Käse mit hohem Schmelzanteil belegen und mit allem anderem Ihrer Wahl. In meinem Fall außer Käse noch Schinken, Tomaten und Schalotten. Im Backofen kurz unter den Grill - aber Vorsicht, verbrennt schnell! Abgelöscht wurde mit einem Green Lemon. Ferner hatte ich nachmittags eine Back-Prämiere: ich habe einen Hefezopf gebacken. Challah aus meiner neuen Küchenbibel. Kinders, das war und ist der Knüller schlechthin! Die Hälfte des Rezepts hätten es auch getan, wohlweislich habe ich zwei Zöpfe geflochten und eines der beiden Monstren sofort lauwarm eingefroren für schlechte Zeiten.
Sonntag: Nach einem sehr deliziösen Frühstück, dank des leckeren Hefezopfes folgte ein spätes Mittagessen: Schweinefilet kurz angebraten und im Ofen zu Ende gegart, Feldsalat, Naanbrot mit Joghurt Dip und gegrillte Knoblauch-Aubergine. Zum Nachtisch Quarkspeise.
Heute (Montag): Der Standard sinkt merklich. Was daran liegt, dass wir für DK packen! Tortellini mit Tomatensoße, beides Fertigprodukte (eigentlich für DK gedacht), lediglich die Tomatensoße aufgepeppt.
Wenn ich das jetzt alles so lese, läuft mit noch einmal das Wasser im Munde zusammen. Schön war’s!
Und jetzt - auf auf nach DK morgen und davor packen, packen, packen… Ich habe eine unten und oben Liste. Also eine Liste unten in der Küche, wo alles küchentechnische und sonstige landet. Eine Liste oben, für Klamotten, Handyladegeräte usw.
Ich bin ungeschickt in allem, was eine gewisse Fingerfertigkeit verlangt. Nähen, Stricken, Basteln, Sticken, “Findo-Kallar”, Serviettentechnick… geht mir weg! Ist nicht meins. Gerade darum bin ich besonders stolz auf die Ostereier 2008.
Während ich mit irgendeinem kranken Kind in irgendeinem Wartezimmer saß und irgendeine Frauenzeitschrift durchgeblättert habe, las ich diesen Tipp: Vor dem Färben die Eier mit stinknormalen Haushaltsgummis umwickeln. Außer dass mir das eine oder andere Gummi beim diagonal umwickeln zischend durch die Küche und haarscharf am Tochterkind vorbei schoss, ging alles glatt und ich bin richtig stolz auf das Ergebnis.
Und hier noch ein Erfolgserlebnis - der Superzopf, auch Challah genannt. Rezept aus dem Backbuch. Super fluffig, super locker, super lecker.
In diesen Zeiten des Kosums, in diesen Zeiten des Kaufens und doch immer mehr haben wollen, in diesen Zeiten, wo wir uns beschweren, dass die Kinder nicht funktionieren, wir uns den erträumten Urlaub nicht leisten können, oder auch nur - ganz aktuell - das Wetter nicht nach unserer Nase tanzt und wir die Eier morgen nicht in der lauen Frühlingssonne suchen können, denke ich oft count your blessings. Es ist einer der vielen Sprüche, die meine Mutter immer so vor sich hinmurmelt und die in meinem Leben immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Warum noch eine weitere neue CD kaufen? Höre doch mal wieder die alte Pink Floyd, die alte Sting, die schöne Loreena McKennitt, die du schon Jahre nicht mehr gehört hast und immer wieder unter die Haut geht. Count your blessings.
Warum sich über das Wetter grämen? Schnapp dir die Kinder und schau dir ‘ne DVD an, die du schon ewig mit den Kinder zusammen sehen wolltest. Count your blessings.
Warum sich verzehren nach teuren Restaurants? Koch mit dem Liebsten zusammen so richtig richtig lecker und ganz nach eurem eigenen Geschmack, öffnet den besten Rotwein, den ihr habt und genießt einfach die Zweisamkeit. Count your blessings.
Es gibt so vieles, wofür man - ich - dankbar sein kann, man muss es nur sehen. Sehen wollen.
(Dies ist ein Betrag geschrieben unter dem leicht religiösen Einfluss der Ostertage, aber vor allem rückblickhaltend: “vor zwei Jahren”, als die Tochter gerade rechtzeitig zu Ostern wieder zu Hause war. Nach zwei Schädeloperationen, eine davon eine Not OP mitten in der Nacht. I am counting my blessings!)
Ostern in der Schwebe
Veröffentlicht März 19, 2008 Befinden , Essen&Trinken , Familienleben , Namibia , Was ich vermisse 1 KommentarManche haben ja schon den kompletten Menüplan für Ostern im Kopf. Ich habe noch nicht mal eine Ahnung, wo wir Ostern überhaupt sein werden… Ob frierend an eine Grillwurst geklammert vor dem Wohnwagen in DK oder - angesichts DIESER Wettervorhersage -
| Trend für die Region Thisted | ||||||||||||||||||||||||||
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doch zu Hause, wo es nicht sonderlich “wämer” sein soll, aber immerhin haben wir es hier behaglich. Also: gewinnen Grillwurst, Punsch und alles wärmende im Wohnwagen, oder wird es eher stilvoll im Hause DüneSieben mit Lamm, Rotwein und Marzipaneiern? Jedenfalls wäre ich gern nur einmal im Leben so gut organisiert und hätte einen Menüplan für vier Tage im Voraus in der Tasche…!Der DüneSiebenMann sieht es sehr gelassen, ich wollte gestern Abend eine Aussage aus ihm rauszwingen, sein Kommentar dazu et kümmt wie et kümmt.
Übrigens, in meiner Heimat sieht es wettertechnisch so aus:
| Vorhersage für die Region Walvis Bay | ||||||||||||||||||||||||||
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Da werden sie wohl alle Schokohasen vor dem Verstecken einfrieren müssen, damit sie nicht wegschmelzen…!
Hier sind sie nun, die Antonmann- und DüneSieben-Kinder. 5 Minuten vor Abfahrt: albern, laut, fröhlich, wild, quirlig, rutschig und so gar nicht in Fotografierlaune:
Hier auf mehrfache Nachfrage das Rezept, frei nach Schnauze übersetzt aus meinem südafrikanischen Kochbuch “Cook and Enjoy It” von S.J.A. de Villiers, der südafrikanischen Kochbibel schlechthin!
- 2 Scheiben Toastbrot in 250ml Milch einweichen
- 2 Zwiebeln in Butter oder Öl anbraten.
- 1 kg Rinder- oder Lammhack (ich nehme Rinder) dazu und anbraten, nun folgendes dazu:
- 1 Eßlöffel medium curry powder
- 1,5 EL Zucker
- 2 Teelöffel Salz
- 0,5 TL Pfeffer
- 0,5 EL “turmeric”(Kurkuma)
- 2 EL (Balsamico) Essig
- 6 geviertelte Mandeln
- 125ml Rosinen (Korinthen)
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 3 TL Chutney*
- ausgedrücktes Toastbrot (Milch aufheben!) und 1 Ei untermischen
Hackmischung süß-säuerlich abschmecken, in eine flache Auflaufform füllen, ein Ei in die Milch quirlen, evtl. mit etwas Kurkuma färben und über den Auflauf kippen. Evtl. mit einer längs aufgeschnittenen Banane und/oder Blattmandeln “dekorieren” und ca. 40 Minuten bei 180°C backen, bis der Eiguss gestockt ist.
Mit dem Curry bin ich sehr großzügig, so auch mit Kurkuma. Sehr niedlich finde ich die 6 geviertelten Mandeln im Rezept, da nehme ich immer einen “Schwupp” Blattmandeln.
* Mrs Ball’s Chutney gibt es in allen größeren Supermärkten. Als Ersatz geht auch Aprikosenmarmelade, aber besser ist das Original.
Traditionell isst man “Geelrys” (gelben Reis) dazu:
Reis wie immer (mit Salz) kochen, auf 250 ml Reis 2 Teelöffel Kurkuma hinzufügen, evtl. eine Zimtstange mitkochen, oder mit Zimt würzen. Zum Schluss nach Geschmack Rosinen (Korinthen) dazu und mit Butter und etwas Zucker abschmecken.
Im Winter eignet sich als Beilage warmes Gemüse wunderbar, im Sommer Salat, auf jeden Fall Chutney dazu reichen und/oder Bananen, bei südafrikanischen Freunden standen immer kleine Schälchen mit Kokosflocken, Rosinen, Bananen, (Dosen)Pfirsichen usw. zum “ablöschen” auf dem Tisch.
Viel Spaß und viel Erfolg und ich freue mich auf Rückmeldungen!
Bobotie nackt, mit Eiguß, im Ofen und was von einem Bobotie übrigbleibt. Ich weiß, jeder Foodfotograf würde mich steinigen…
Antonmannsches Dünentreffen
Veröffentlicht März 16, 2008 Menschen , vom bloggen und Bloggern 5 KommentareGefühlter Frühling, zumindest was den Putz- und Aufräumfaktor der Familie DüneSieben angeht. Heute wurde der Wohnwagen endgültig schick-schick gemacht und andere uninteressante Dinge erledigt, die gemacht werden müssen, wenn man Haus-, Auto- und Gartenbesitzer ist.
ABER deswegen habe ich heute Abend nicht die Kiste angeschmissen, sondern um vom Antonmannschen Besuch zu erzählen! Es war schon ein irres Gefühl, Menschen kennenzulernen, die man “nur” aus dem Netz kennt. Meine Knie waren etwas wackelig, aber nach wenigen Minuten war klar, dass es passt, dieses antonmannsche Dünentreffen! Wir plauderten drauflos, die Männer fanden einen Draht zu einander, Lotta und meine Große haben sich eine halbe Stunde über den Tisch beäugt, um dann nahtlos die Freundschaft für’s Leben zu schließen. Mama weißt du hieß es gestern Abend im Bett Lotta ist NOCH netter als meine allerbeste Freundin! Dass sich die Euphorie etwas im Alltag abschleifen würde, habe ich ihr nicht gesagt. Momentan schwebt sie nämlich auf Wolke Sieben und mir geht es ähnlich! Liebe Frau Antonmann, würden Sie Ihrer Lotta bitte ausrichten, dass die Große ihr Handy verloren hat gggrrrrr! und dass der geplante SMS Verkehr der beiden vorerst auf Eis gelegt werden muss. Und bitte, liebe Bloggerwelt, drückt die Daumen für ein baldiges Wiederfinden des Mobiltelefons.
Wenn ich die Stunden mit den Antonmanns kurz beschreiben müsste, dann würde ich es in Momentaufnahmen machen: Frau Antonmann mit dem ulkigen Anton auf dem Schoss, der mit Brötchenpopeln kämpft (war der Kommentar des DüneSiebenManns die schimmeln irgendwann und lösen sich dann auf hilfreich?), Sohnemann und Koppi, die Holzschwerter schwingend durchs Haus toben, die beiden großen Mädels, intensiv ins Gespräch vertieft auf der Couch, zum Schluss ALLE Kinder giggelnd auf der Couch, Essen, viel Essen auf dem Tisch und irgendwo in dem leichten Chaos, die Herren Antonmann und DüneSieben ins Gespräch vertieft. Das war noch nicht alles, das muss wiederholt werden!
Wir retten den Regenwald!
Veröffentlicht März 14, 2008 Essen&Trinken , Familienleben , Kinder 0 KommentareSo, liebe Naturfreunde. Die Zwillinge, Drittklässler, retten heute Vormittag den Regenwald! Nachdem Begriffe wie Orangutans, Gummi, Latex und Tropenholz, hier im Hause in den letzten Wochen an der Tagesordnung waren, gipfelt es sich heute in einem Flohmarkt. Von dem Erlös kauft die Klasse ein Stück Regenwald. Diverses Kleinkindspielzeug, alte Bücher, Duplo und Pokemonkarten haben wir in die Schule gekarrt. Ich habe gleich Verkaufsdienst von 9-12 und werde versuchen, den köstlich duftenden Streuselkuchen den ich mir jetzt auf der Stelle reinhauen könnte an dem Mann zu bringen.
Haben Sie ein schönes Wochenende da draußen!
Spuren im Sand