Päckchen von/nach Namibia schicken ist ein nicht nur teures Unterfangen, sondern vor allem auch ein unsicheres. In Namibia haben viele Sachen einen ganz anderen Wert und so wittern viele fette Beute in Päckchen aus dem/ins Ausland. Da meine Mutter aber uns nur zu gern mit Kleinigkeiten erfreut, hat sie eine echte Spürnase entwickelt, für Gelegenheiten mit wildfremden Leuten, die nach Deutschland fliegen, eine Kleinigkeit “für die Kinder” mitzuschicken. In den Päckchen ist meist Naschkram für die Enkelkinder (die armen kriegen ja hier nichts!), Schlüsselanhänger (ganze Schubladen habe ich von dem Zeugs!), Postkarten mit Zebra-, Löwen oder Elefantenbabys, oder so Schnickeldi wie neulich ein paar Mokkalöffel aus ihrem Silberbesteck, das ich nach und nach erbe und wir als Espressolöffel mißbrauchen. Solche Päckchen sind herrlich! Der Duft allein ist der Hammer, ich rieche Namibia und freue mich immer über ein paar handgeschriebene Zeilen meiner Mutter…
Letzte Woche war es wieder so weit: Neben Nik Naks (kein Vergleich mit den hiesigen NikNaks), Smarties Mini Eggs, Gewürzen und dem obligatorischen Schlüsselanhänger, waren auch 20 Euro drin. Für die Kinder, damit ich ihnen in ihrem Namen eine Kleinigkeit kaufen kann zur Belohnung für deren Hilfe während meiner OP Zeit. Rührend. Das kann nur eine Vollblut-Oma.
Spuren im Sand