(edit: Vielleicht kann Ami, die Mutter des Patenkindes der Frau Antonmann, ja eine Angabe zu Familie Antonmann und der Sache mit dem Curry machen?)
Diese Frage treibt mich seit gestern um. Am Samstag ist es soweit: DüneSieben trifft Frau Antonmann. Und so gleitet eine Frage in die nächste und ich muss etwas weiter ausholen:
Ich bin geborene Südafrikanerin, genauer gesagt Namibierin. Das ist ja sozusagen eins, vor allem zur Zeit meiner Kindheit, als Namibia politisch gesehen, ein verlängerter Arm Südafrikas war. Kulturell und kulinarisch ist die namibische Tradition sehr an die südafrikanische gelehnt. Wobei in Namibia die Deutschen ihre Spuren in jeglicher Hinsicht sehr deutlich in den Sand gedrückt haben. Der Einfachheit halber sage ich aber anfangs oft, dass ich Südafrikanerin bin und erst wenn ich Menschen näher kennenlerne, gehe ich ins (namibische) Detail.
Der Südafrikaner an sich ist sehr gesellig, gastfreundlich und liebt eine große, fröhliche und bunte Runde bei Tisch. Essen steht im Mittelpunkt, ist aber eher einfach gehalten und sehr fleischlastig. Mit einfach gehalten meine ich, dass eben das gesellige Zusammenessen im Vordergrund steht und nicht das komplizierte, vertüddelte Zubereiten der Speisen, das eine gestresste und überforderte Köchin lasch am Tisch hängen lässt. So bin ich aufgewachsen. Rollte Besuch an, wurde im Vorfeld gebacken und gekocht. Das hat Tradition. In diesem riesigen Land, hat man möglicherweise auch eine lange Fahrt hinter sich, ohne die Möglichkeit bei einem goldenen M einzukehren oder eine Bockwurst an der Tanke zu futtern. Die Kehle ist trocken vom Staub und der Magen hängt durch. Es werden leckere Speisen aufgefahren. So einfach ist das.
So auch, wenn die Antonmänner kommen. Sie haben dann zwar keine staubige Fahrt hinter sich, wohl aber eine längere. Und gesellig soll es sein. Und ich kann nunmal nicht anders und überlege mir schon seit einigen Tagen was koch ich bloß?? Zehn Leute sollen satt und möglichst alle Geschmäcker sollen getroffen werden. Und es soll gut vorzubereiten sein.
Gedanklich bin ich bei Bobotie gelandet. Bobotie ist ein Hackauflauf, gewürzt mit (in meinem Fall der Kinder wegen mildem) Curry, leicht süßlich abgeschmeckt und serviert mit gelbem (mit Kurkuma gefärbtem) Reis. Bobotie ist im südlichen Afrika durchaus besuchertauglich, auch wenn es für den europäischen Geschmack fraglich erscheinen mag, Gästen HACK vorzusetzen! Wie ich eben schon sagte, der Südafrikaner is(s)t unkompliziert… Und bei meiner Suche nach einem Bobotie-Foto (warum habe ich, die schon 199mal Bobotie zubereitet hat, eigentlich noch NIE ein Foto gemacht? Das wird, sollte es Bobotie am Samstag geben, aber nachgeholt!), stoße ich im Netz auf allerlei gekünstelte Versionen von Bobotie. Und das soll er nicht sein, der Bobotie! Er soll einfach und bodenständig und nicht gestylt sein.
Zurück zu den Antonmännern: Ich weiß lediglich, dass zumindest die Antonfrauen keine Rosinen mögen, die gehören in beides, in den Bobotie und den gelben Reis, würde ich aber selbstverständlich weglassen. Ich glaube, meinem Mann rollen sich auch jedes Mal leicht die Zehnägel auf, wenn mir Rosinen etwas großzügig in den Reis rutschen, damit muss man wahrscheinlich aufgewachsen sein, mit dieser herzhaft/süßen Note.
Also, liebe Frau Antonmann, sollten Sie nochmal 20 Kronen in einem dänischen Merko versurfen und hier reinlugsen, würden Sie so nett sein und mir zurufen: Curry ja okay, oder nein, geht genau wie Rosinen, gar nicht? Dann würde ich auf Lasagne umsteigen! Und nochwas: Wir freuen uns auf Sie!
Gibt es bei Durchführung der Kochaktion neben einem Foto auch das komplette Rezept? Ich finde, es hört sich gut an. Allerdings auf jeden Fall ohne Rosinen.
Lg Claudia
Nien, ich glaube nicht, dass man mit Rosinen im Reis aufgewachsen sein muss, um das zu mögen

Bin ich auch nicht, aber ich mag trotzdem sehr gerne, wenn der Rest dazu passt. Zum Beispiel beim Inder.
Das Gericht hört sich lecker an, für ein Rezept wäre ich auch sehr dankbar
Bei mir dürften gern Rosinen drin sein. Nur der Wortteufelmann mag keine. Aber die geben wahrscheinlich nochmal so eine richtig Note. Ähnlich den Indisch-Curry-Rezepten…
Liebe DüneSieben, wann kochst Du für uns?
Ich kenne Bobotie, ich liebe Bobotie, mit viel Süßkartoffeln, auch mit Rosinen. Aber das hilft jetzt nicht oder? Schade eigentlich…
bobotie ist genial! und durchaus tauglich als gästeessen. finde ich.
Da läuft mir wie dem Pawlows´schen Hund das Wasser im Munde zusammen. Das wird der Familie Antonmann sicher munden. Viel Spass beim Treffen im wirklichen Leben. Ach,ja … und Frau Wortteufels Frage kann mich mich nur anschließen … wir könnten ja einen Kleinbus mieten …
Ach, das ist schön, dass Sie sich so famos um das Wohl der Antonmanns sorgen. Die freuen sich bestimmt über alles, was nicht Pölser heißt…
ich maile!
Claudia: Das mit dem Rezept dürfte schwierig werden, ich bin eine Nach-Gefühl-Köchin. Aber Foto folgt.
das Miest: Du kennst Bobotie? Finde ich schon erstaunlich. Aber sicherlich gibts in der Hauptstadt ein südafrikanisches Restaurant.
Wortteufel und workingmum: Ich sage lediglich, dass ich koche, wie kommt Ihr darauf, dass ich gut koche??
Beschwert hat sich allerdings - außer der krüschen Kinder - noch keiner! Ich koche und esse leidenschaftlich gern, da wäre es nicht abwegig, einem Bloggertreffen einen kulinarischen touch zu geben. Aber Kleinbus, liebe workingmum, da bekomm ich doch Schiss…!
Ami: ich warte… ??
Offtopic: Ich warte auch noch auf ne Mail von Ihnen, liebe Frau Düne7 *gg*…
Mit Sicherheit gibt es hier irgendwo ein südafrikanisches Restaurant, aber da kommt es nicht her. Ich kenne Bobotie aus einem Kochbuch :-). Und das Bild dazu hat mich so angesprochen, dass ich es schon mal gemacht habe :-)). Aber ich täte mich ja auch gerne mal bei dir einladen, also der Kleinbus wird immer größer…
Hach, ein gutes Bobotie…..seufzzzz….das wäre tatsächlich noch mal was Feines. Und ich finde es absolut gästetauglich. Bei mir lädt sich der eine/die andere auch gerne Mal auf ein Bobotie ein. Es scheint also auch bei Gästen gut anzukommen. Rezept kann ich per Mail gerne liefern, die klassische Bobotie Variante, aber auch eine mit Fisch.
Liebe Ines, ich habe am Mittwoch Spätnachmittag gemailt. Nichts angekommen? Hab’s gerade nochmal geschickt!
Liebe Frau Düne, keine Angst, war doch nur Spass. Und außerdem wären wir ja “nur” Frau Worteufel und der Wortteufelmann und meine zwei Plagen, der Liebste und ich … (ist doch ökonomisch, weil wir doch sozusagen um die Ecke wohnen und alles, was ökonomisch und umweltfreundlich ist, rettet auch ein Stück vom Regenwald
)
Wo Se recht hamm, hamm Se recht, Frau workingmum! Ökologisch ist immer gut und ich könnte mir in der Tat gut vorstellen, für Sie alle mal zu kochen! Ich bin wirklich gespannt ob und wie wir das realisiert bekommen. Einen schönen Freitagabend!
(Ich bringe jetzt das super-mega-aufgeregte Doppelpack zur Lesenacht in die Schule!! Erste Mal in der Schule übernachten! Erste Mal in dem Klassenverband übernachten! Taschenlampen müssen mit! Kuscheltier muss mit! Lieblingskissen muss mit! 3 Bücher [die Nacht ist lang!] müssen mit! Naschie muss mit! Ist es da nicht logisch, dass man als Neunjährige(r) dabei die Zahnbürste vergisst? ;-))
Iss da jetzt
- Bobotie von Frau DüneSieben ist genial lecker und zum Glück ohne Rosinen.
- Die Mail von Frau Ami hat den entscheidenden Tipp gegeben, so dass es auch für db Eva essbar bzw. problemlos verdaubar war.
- Die DüneSiebentochter kann tollen Kuchen backen.
- Wenn 10 Menschen um einen Tisch sitzen, stehen oder wuseln, dann steht dem geselligen Beisammensein nichts mehr im Wege.
- DüneSiebenFamilie, die Antonmenschen haben sich so wohl bei und mit Ihnen gefühlt, dass wir uns alle sehr auf ein Wiedersehen freuen!!