Bobotie Rezept und Foto

Hier auf mehrfache Nachfrage das Rezept, frei nach Schnauze übersetzt aus meinem südafrikanischen Kochbuch „Cook and Enjoy It“ von S.J.A. de Villiers, der südafrikanischen Kochbibel schlechthin!

  • 2 Scheiben Toastbrot in 250ml Milch einweichen
  • 2 Zwiebeln in Butter oder Öl anbraten.
  • 1 kg Rinder- oder Lammhack (ich nehme Rinder) dazu und anbraten, nun folgendes dazu:
  • 1 Eßlöffel medium curry powder
  • 1,5 EL Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 0,5 TL Pfeffer
  • 0,5 EL „turmeric“(Kurkuma)
  • 2 EL (Balsamico) Essig
  • 6 geviertelte Mandeln
  • 125ml Rosinen (Korinthen)
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 3 TL Chutney*
  • ausgedrücktes Toastbrot (Milch aufheben!) und 1 Ei untermischen

Hackmischung süß-säuerlich abschmecken, in eine flache Auflaufform füllen, ein Ei in die Milch quirlen, evtl. mit etwas Kurkuma färben und über den Auflauf kippen. Evtl. mit einer längs aufgeschnittenen Banane und/oder Blattmandeln „dekorieren“ und ca. 40 Minuten bei 180°C backen, bis der Eiguss gestockt ist.

Mit dem Curry bin ich sehr großzügig, so auch mit Kurkuma. Sehr niedlich finde ich die 6 geviertelten Mandeln im Rezept, da nehme ich immer einen „Schwupp“ Blattmandeln.

* Mrs Ball’s Chutney gibt es in allen größeren Supermärkten. Als Ersatz geht auch Aprikosenmarmelade, aber besser ist das Original.

Traditionell isst man „Geelrys“ (gelben Reis) dazu:

Reis wie immer (mit Salz) kochen, auf 250 ml Reis 2 Teelöffel Kurkuma hinzufügen, evtl. eine Zimtstange mitkochen, oder mit Zimt würzen. Zum Schluss nach Geschmack Rosinen (Korinthen) dazu und mit Butter und etwas Zucker abschmecken.

Im Winter eignet sich als Beilage warmes Gemüse wunderbar, im Sommer Salat, auf jeden Fall Chutney dazu reichen und/oder Bananen, bei südafrikanischen Freunden standen immer kleine Schälchen mit Kokosflocken, Rosinen, Bananen, (Dosen)Pfirsichen usw. zum „ablöschen“ auf dem Tisch.

Viel Spaß und viel Erfolg und ich freue mich auf Rückmeldungen!

bobotie1.jpgbobotie2.jpgbobotie3.jpgbobtie4.jpg

Bobotie nackt, mit Eiguß, im Ofen und was von einem Bobotie übrigbleibt. Ich weiß, jeder Foodfotograf würde mich steinigen…

8 Antworten zu „Bobotie Rezept und Foto“


  1. 1 Claudia 17. März 2008 um 4:09

    Vielen lieben Dank fürs Rezept. Und die Bilder sehen vielversprechend aus.

    LG Claudia

  2. 2 Karin 17. März 2008 um 4:35

    Danke auch hier nochmal!

  3. 3 IneS. 17. März 2008 um 6:45

    Wäääh! Das liest sich ja sooo legger, dass ich noch ein weiteres Bloggerrezept un.be.dingt! ausprobieren muss! Menno!

    (Was ist medium curry powder? Gibts beim Curry wesentliche Unterschiede? Und das eingeweichte Milchtoast- kommt da dann das Ei rein gequirlt?)

  4. 4 anitz 17. März 2008 um 8:02

    Habt ihr das mit Antonmännchen gegessen? Lecker…

    Und ich sage: schade, daß man nichts riechen kann im http://WWW...

  5. 5 simetra 18. März 2008 um 9:13

    das wird doch spontan in den osterspeiseplan aufgenommen! ;-)

    ich nehme mal an, das rezept ist für 5-6 portionen, oder?
    kann man das auch einfrieren?

    lg,
    simetra

  6. 6 DüneSieben 18. März 2008 um 9:18

    Ines: Ja, es gibt wesentliche Unterschiede beim Curry. Aber das ganz normale aus dem Supermarkt hat einen angenehmen Currygeschmack, ohne zu scharf zu sein. Toast wird eingeweicht, ausgequetscht und in die Hackmasse gekrümelt, Milch aufgehoben und Ei reingequirlt und als Guss über Hackmasse gegeben.

    Simetra: Müsste reichen für 5 – 6 Portionen, ich koch immer nach Gefühl und immer zu viel… Kann man wunderbar einfrieren, also lieber gleich mehr machen.

    Hackmasse wird gar in die Auflaufform gegeben, das Backen dient nur dem durchziehen und dem Festwerden des Guss obendrauf. Also vor dem Backen abschmecken!


  1. 1 Ups schon wieder getroffen… « Multiples Trackback zu 14. Juli 2008 um 12:09
  2. 2 Was ist denn nun so anders in Namibia? (1) « DüneSieben Trackback zu 22. September 2008 um 9:40

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