count your blessings

In diesen Zeiten des Kosums, in diesen Zeiten des Kaufens und doch immer mehr haben wollen, in diesen Zeiten, wo wir uns beschweren, dass die Kinder nicht funktionieren, wir uns den erträumten Urlaub nicht leisten können, oder auch nur – ganz aktuell – das Wetter nicht nach unserer Nase tanzt und wir die Eier morgen nicht in der lauen Frühlingssonne suchen können, denke ich oft count your blessings. Es ist einer der vielen Sprüche, die meine Mutter immer so vor sich hinmurmelt und die in meinem Leben immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Warum noch eine weitere neue CD kaufen? Höre doch mal wieder die alte Pink Floyd, die alte Sting, die schöne  Loreena McKennitt, die du schon Jahre nicht mehr gehört hast und immer wieder unter die Haut geht. Count your blessings.

Warum sich über das Wetter grämen? Schnapp dir die Kinder und schau dir ‘ne DVD an, die du schon ewig mit den Kinder zusammen sehen wolltest. Count your blessings.

Warum sich verzehren nach teuren Restaurants? Koch mit dem Liebsten zusammen so richtig richtig lecker und ganz nach eurem eigenen Geschmack, öffnet den besten Rotwein, den ihr habt und genießt einfach die Zweisamkeit. Count your blessings.

Es gibt so vieles, wofür man – ich – dankbar sein kann, man muss es nur sehen. Sehen wollen.

(Dies ist ein Betrag geschrieben unter dem leicht religiösen Einfluss der Ostertage, aber vor allem rückblickhaltend: „vor zwei Jahren“, als die Tochter gerade rechtzeitig zu Ostern wieder zu Hause war. Nach zwei Schädeloperationen, eine davon eine Not OP mitten in der Nacht. I am counting my blessings!)

24 Antworten zu „count your blessings“


  1. 1 Unterholzbewohner 22. März 2008 um 6:42

    Hach. Jetzt ist mir hier, mitten im Schneegestöber, auch ganz andächtig zumute. Danke für die schönen Hinweise.

  2. 2 dasmiest 22. März 2008 um 6:45

    Schön geschrieben. Und kann ich auch völligst unreligiös gut teilen.

  3. 3 Andrea 22. März 2008 um 6:57

    Danke schön!

    Ich bereite uns gleich überbackenen Camembert mit Preisselbeeren zu, öffne eine schöne Flasche Wein und werde dabei an dich und deine Worte denken.

    Danke!!!

  4. 4 Frau Antonmann 22. März 2008 um 7:31

    Liebste Frau DüneSieben, vielen Dank für die wunderbaren Worte. Wir haben uns heute mächtig über das Schneegestöber gefreut, einen tollen Schneemann gebaut und warmen Kakao zum Abendbrot getrunken. Ganz famos, das alles.

  5. 5 Karin 22. März 2008 um 8:16

    Wir haben anstatt wie geplant einen langen Spaziergang zu machen im Schneestumr aufgegeben, daheim eine Tobelandschaft gebaut, irrsinnig hohe Bauklotztürme augestapelt und leckersten Bobotie gegessen.

    Schön geschrieben!

  6. 6 Bini 23. März 2008 um 8:00

    Du hast so Recht – ich danke Dir *lächel*

    Frohe Ostern aus Oldenburg/Holstein ;)

    Bini.

  7. 8 rebenwanderin 23. März 2008 um 8:27

    Ja, da ist alles gesagt. Danke.

  8. 9 June 23. März 2008 um 9:40

    man sollte sich dessen viel öfter bewusst werden. vielen dank für diesen beitrag…

  9. 10 DüneSieben 23. März 2008 um 9:41

    Ach das freut und erstaunt mich, dass ich mit diesen Worten und diesem Beitrag, den ich geschrieben habe, schon wieder löschen wollte und dann doch eingestellt habe nach dem Motto „Ostern lesen ja hier eh nicht so viele“, dann DOCH richtig verstanden wurde.
    Und es ist eine Ironie des Schicksals, dass besagte Tochter zwar nicht post-OP schlapp ist, sondern in den Klauen eines fiesen Infekts – wenn sie nicht schon zu groß wäre, würde ich auf Krupp tippen.

  10. 11 Ninifee 23. März 2008 um 9:45

    Bleibt auch mir nur, unbekannterweise, ein großes Dankeschön zu hinterlassen!

  11. 12 soulsilence 23. März 2008 um 10:08

    Schöner und wahrer hätte man es nicht in Worte fassen können. Danke dafür.

  12. 14 Jeanie 24. März 2008 um 12:42

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Wunderschön geschrieben und sehr zu herzen gehend!

    Ja, daran sollte man wirklich viel viel öfter denken…. und manchmal muß ich da mit der Nase draufgestoßen werden… das „andere“ sieht man (ich) immer viel leicter – und doch gibt es endloch vieles, wofür man dankbar sein kann! Dankeschön fürs dran erinnern!

  13. 15 Kathi 24. März 2008 um 10:58

    Wunderbare Worte! Vielen vielen Dank! Manchmal muß man wieder erinnert werden…

    LG Kathi

  14. 16 workingmum 24. März 2008 um 11:41

    Danke, ein wirklich guter „Schubbs“ in die RICHTIGE Richtung. Und wenn Ihre Mutter nichts dagegen hat, werde ich mir den Spruch hinter meine Ohren schreiben!

  15. 17 Herr Schwaner 24. März 2008 um 6:01

    Ganz meine Meinung. Danke dafür.

  16. 18 Ines 24. März 2008 um 7:20

    Ach Liebes! Ich komme erst jetzt zum Lesen und auch ich kann mich nur anschliessen: DANKE für diese schöne Formel.

    (Ich werde mir sie groß, SEHR GROß auf Zettel schreiben und hier überall im Haus verteilen- damit ich das nicht wieder vergesse in den „schlechten“ Zeiten.)

    Danke! *gleichmalmeineLoreenaCDrauskramengeh*

  17. 19 DüneSieben 24. März 2008 um 8:30

    Immer noch erstaunt, ob der Reaktion auf diesen Beitrag! DANKE!

    Willkommen, Ninifee!
    Willkommen, soulsilence!
    Willkommen, Kathi!
    Willkommen, Herr Schwaner!

  18. 20 Bettina 25. März 2008 um 5:28

    Sehr schöner Beitrag, danke. Es tut glaube ich allen Menschen gut, wenn so etwas einem mal wieder bewusst gemacht wird.

    P.S. Loreena McKennitt ist ein Traum!! Hatte ich mir vor 1,5 Jahren in den Kreißsaal mitgenommen. ;-)

  19. 21 madameklutze 25. März 2008 um 2:45

    Auch wenn es manchmal schwer fällt;

    wunderbar auf den Punkt gebracht :)

  20. 22 DüneSieben 29. März 2008 um 10:09

    Willkommen, Schlaflos-in-Kalifornien!
    Willkommen, Madam Klutzke!


  1. 1 count your blessings « Ami Trackback zu 23. März 2008 um 7:32
  2. 2 Frohe Ostern « Unterholzbewohner Trackback zu 23. März 2008 um 8:03

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