von dem Gefühl, in die Rücklichter zu schauen

Wir haben gelacht und geredet. Wir haben Wein und Bier getrunken. Wir haben besichtigt und fotografiert. Wir haben in der Sonne gefaulenzt und Fahrradtouren unternommen. Wir haben gebummelt und geshoppt. Wir haben uns “gehauen” wie früher. Wir haben festgestellt, dass die diversen Kinder die gleichen Macken haben und dass am Erbgut doch was dran sein muss. Wir haben gegessen, viel und gut gegessen. Wir haben laute und leise Musik gehört. Wir waren meistens lustig und albern, manchmal auch ernst und besonnen. Wir hatten uns gerade wieder so an einander gewöhnt.

Und dann kommt er, der Moment. Und ich will mich da sofort in dem Moment auf die heiße Straße setzen, die Finger in den Sand graben und hinter dem Auto herheulen. Den Kindern jedoch geht es genau so und sie trösten mich sogar. Der DüneSiebenMann zählt mir all’ die schönen Voraussichten auf (Barcelona mit der Freundin am nahenden Wochenende, der Sommer, der geplante Namibia-Urlaub im Dezember) und ich steh auf, geh in den Garten und versuche den ganzen Tag, meine Gedanken zu sortieren. Versuche, die das-war-früher-DüneSieben und das-ist-jetzt-DüneSieben übereinander zu legen und die ideale Schnittmenge zu leben.

12 Antworten zu “von dem Gefühl, in die Rücklichter zu schauen”


  1. 1 wortteufel Mai 5, 2008 um 7:37

    Das ist so schwer.
    Und Abschied tut so weh.

  2. 2 stilke Mai 5, 2008 um 8:49

    ich nehm die liebe düne mal in den arm. virtuell.

  3. 3 DüneSieben Mai 5, 2008 um 8:58

    Ach Ihr Beiden!
    Vielen Dank.
    (Die Tränen sitzen locker heute.)

    Aber Barcelona. BARCELONA!

  4. 4 Frau A. Mai 5, 2008 um 12:50

    Ich habe gestern meine beste und aelteste Freundin nach ihrem Besuch bei uns, wieder zum Flughafen gebracht. Da sitzen die Traenen sehr locker.

  5. 5 chrizzo Mai 5, 2008 um 3:34

    Ach Frau DüneSieben, das war aber ja auch leider nur ein kurzer Besuch (aber mit der Länge wird es in der Regel auch nicht besser…). Aber ich denke, Sie haben die Zeit genossen, hier bei Ihnen war es ja (für mich leider) ruhig. Viele Grüße und über einen Frühlingsbesuch in Barcelona kann man sich wirklich sehr freuen!

  6. 6 unterholzbewohner Mai 5, 2008 um 5:12

    Ach, da muss ich ja beim Lesen schon schlucken. Dos ist aber öcht ganzschön schwööör.
    Aber Sie werden sich mit ganzviel Freude und Wärme an diesen Auffrischbesuch erinnern, da bin ich sicher.

  7. 7 Kassiopeia Mai 5, 2008 um 7:25

    Haben Sie das schön beschrieben, vor allem der letzte Satz!

  8. 8 June Mai 5, 2008 um 10:04

    ach frau düne. ist es nicht immer so. aber sie machen das schon, mit der idealen schnittmenge. ganz sicher.

  9. 9 charlottesmommy Mai 7, 2008 um 8:27

    Wunderschöne Zeilen und ich kann ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen!

  10. 10 Bulgariana Mai 7, 2008 um 9:15

    Oh, ich muss gerade schlucken :-( Hoffentlich sitzt der Trennungsschmerz nicht zu lange fest

  11. 11 littleb Mai 7, 2008 um 2:07

    Ach, schreiben Sie doch nícht so was, Frau Düne, da wird einem ja ganz weh ums Herz - vor allem mit Blick auf die nächsten Tage, an einem derer ich dann genau das tun muss…

  12. 12 moi Mai 9, 2008 um 9:08

    Selbst mir wurde da etwas mulmig beim lesen Deiner Zeilen. Was kann man noch hinzufuegen ausser das der Dezember SEHR schnell kommt und das Ganze sich dann (leider) wiederholen wird, diesesmal nur 15 tausend Kilometer entfernt.

    Ich werde sie aber in den Arm nehmen, liebe Duene7.

    Hast Dich aber bestimmt schon wieder gefunden dort im sonnigen Barcelona.

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