Archiv für Oktober 2008

Kürbissuppe für den Wortteufel

Hier bat sie um meine Version von einer Kürbissuppe. Ich koche „pi-mal-Daumen“, bei Suppen sowieso. Im Herbst gibt es oft Kürbissuppe und keine schmeckt gleich. Letzten Freitag hatte ich eine als Vorsuppe gekocht. Da Kürbissuppe oft sehr mächtig ist und diese eben als Vorspeise gedacht war, habe ich sie zum Schluss durch ein Sieb gestrichen. So war sie recht dünn und richtig lecker.

Hier nun mein pi-mal-Daumen-Rezept: Ein Hokkaido, eine Butternut, eine Süßkartoffel (die mit der roten Schale) und zwei große Karotten schälen, würfeln und mit einer Schalotte oder Zwiebel andünsten und mit Hühnerbrühe (ich nehme dieses Pastendingens) ablöschen. Köcheln lassen, bis alles weich ist. Pürieren und abschmecken. Da ich die Verbindung der Aromen so gut fand, habe ich nur wenig gewürzt. Mir war lediglich nach ein wenig Schärfe und ich griff zu einer südafrikanischen Chilli-Gewürzmischung, aber wirklich nur ein Hauch, da unser Besuch an jenem Abend nicht scharf isst. Kurz vor dem Servieren noch ein wenig Sahne und mit dem Pürierstab nochmals aufschäumen.

Wie gesagt, das ist wirklich ein Daumenpeil-Rezept. Und wie meine Große, die Kürbissuppe liebt, immer sagt: Am nächsten Tag schmeckt sie am besten.

Dazu schmeckt hervorragend auch wiederum meine Version eines Parmesanbrotes: Ciabatta (natürlich gern selbstgebacken) in Scheiben schneiden. Butter, geriebenen Parmesan, grobes Meersalz, etwas Knoblauch und gehackten Thymian vermischen und das Brot damit einseitig bestreichen und kurz im Backofen grillen.

Guten Apettit (und fragen Sie mich nicht nach Mengenangaben)!

wenn…

… ich auf Fotos selbst erkenne, wie ähnlich ich meiner Mutter sehe, ist das irgendwie ein komisches Gefühl.

Stand der Dinge

(Es gibt aber auch Fauchen und Knurren, Jagen und Hetzen, wilde Blicke und aufgeplusterte Schwänze. Aber es wird, so ganz langsam.)

wie ich heute bin

Eben 6 Wochen nach der letzten OP zum zweiten Mal laufen gewesen. Dabei gute Musik in den Ohren und noch länger im Sinn. Es geht mir gut und ich bin dankbar dafür. Was für ein einfacher Satz. Wie banal er klingt. Und trotzdem – warum können wir ihn so selten aussprechen?

Bitte hören Sie sich dieses Lied an und stellen Sie sich vor (vor allem bei den Klaviereinsätzen) wie das Herbstlaub durch die sonnige Luft segelt. Beruhigend, oder?

Katzen- und Wetterbericht

Den Katzen geht es gut. Einzig der Name des Neuen ist noch nicht endgültig raus. Mein Vorschlag Lucky wird vom DüneSiebenMann nicht so recht angenommen. Und da ER jedoch die Katze so gut annimmt (man kann ja auch gar nicht anders!), möchte ich ihm wiederum ein Mitspracherecht einräumen.

Morgens ist Jacky, der nachts immer draußen ist, meist ziemlich wild, bevor er sich dann ein Schlafplätzchen sucht (meistens ein Bett der Kinder) und den ganzen Tag ratzt. Diese wilde Phase nutzt er, um dem kleinen Neuankömmling zu zeigen, wer hier der King in diesem Haus ist. Der neue kleine Piefke faucht ganz fürchterlich, wenn Jacky sich „über ihn hermacht“, aber sobald er sich etwas beruhigt hat, sucht er auf’s Neue die Nähe von Jacky, beziehungsweise will Jackys Schanz fangen, zum Beispiel. Das Jacky das nicht so abkann, ist klar. Es gab jedoch auch schon erstes gegenseitiges Ohrlecken und gemeinsames Schläfchen auf der Couch.

Zum Wetter: Naja, es ist Herbst in Kiel, würde ich mal sagen. Heute regnet es nur einmal und das den ganzen Tag. Den Spruch habe ich gerade gehört, als ich aus der Turnhalle gelaufen bin, in der die Zwillinge 5 einhalb Stunden verbringen.

Dem Wetter zum Trotz gibt es Katzenfotos von gestern und vorgestern, denn da schien die Sonne noch!

Purzelbaum ins Leben

Zwei Tage und zwei Nächte ist Lucky nun schon bei uns. Alles ist noch neu und ungewohnt. Für uns. Für Jacky. Nur nicht für Lucky. Er bewegt sich im Haus, als sollte es so sein. Hat sich neugierig alles angeguckt, mit einem Gesichtsausdruck, als wolle er sagen hm, nett hier, gefällt mir. Danke aber auch, kleiner Lucky. Jacky hat ihn die ersten Stunden auf Schritt und Tritt verfolgt, als wolle er sagen was ist DAS denn und wo geht der überall rein und hin, das dürfen wir doch nicht. Anfangs hat Jacky gefährlich geknurrt, als Lucky in seine Nähe kam. Inzwischen ignoriert er ihn, bzw. beobachtet ihn auf seinen Streifzügen durchs Haus. Und freut sich, wenn der Kleine sein Futter nicht schafft. Heute Morgen erstes „Spielen“. Noch faucht Lucky wenn Jacky mit ihm spielen will, zu tief sitzt wohl noch das Knurren des Großen der ersten Tage. Aber ich denke es wird und wir Menschlinge werden nicht viel eingreifen müssen.

Die Kinder schmelzen dahin, natürlich, während Lucky einen Purzelbaum nach dem anderen in unsere Herzen schlägt.

Mein Glück…

… ist ein flauschiges, rot-weißes Achtwochenaltes in den Händen. Es kann schnurren wie ein Weltmeister, fängt unermüdlich seinen Schwanz, hat kaum Angst und knabbert just in diesem Moment munter an den PC-Kabeln – Lucky ist der richtige Name!

Jacky macht seine Sache recht gut. Er verfolgt den Neuankömmling auf Schritt und Tritt, ein wenig, als wolle er ihn bewachen. Nur zu nah kommen darf Lucky ihm nicht, dann knurrt er leise, aber beharrlich. Alles in allem scheint es eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Und natürlich habe ich ihn heute schon geholt, ich bin ja schließlich Mrs. Inkonsequent in Person.

Ach so, das Stricken muß doch noch etwas warten, ich kann mir nur zu gut vorstellen, was Lucky mit der Wolle anfängt. Also der Strickwahn muß dem Katzenwahn weichen.

Beweisfoto, warum ich Lucky unbedingt in mein Herz einziehen lassen musste:

War gar nicht so schwer

Die Kinder war natürlich schnell überzeugt. Das heißt, die Große ahnt noch nichts von ihrem Glück, weilt bei den Großeltern, aber die Zwillinge sind dahin geschmolzen, als die Idee zum Greifen nah war. (Wahrscheinlich war das Dagegensein vorher, eine Art Selbstschutz.) Der DüneSiebenMann hat am Telefon gemurrt, sich gestern Abend noch etwas geziert, aber nach einigen Augenaufschlägen hatte ich ihn weichgekocht überzeugt und heute Morgen ist er mit den Worten empfängt mich heute Abend ein Lucky Luke? aus dem Haus. Ja, Lucky soll er heißen, erstens passt es gut zu Jacky, zweitens dürfen wir uns lucky schätzen, noch eine Katze zu bekommen und drittens, finde ich, ist das kleine Katerviech sehr lucky.

Aber gedulden müssen Sie sich, geschätze LeserInnen. Ich habe ein Leben besides cats and all that jazz. Und Tipps brauche ich, wie ich den Katzenneuzugang dem King of all Katers, Jacky, schmackhaft und so wenig traumatisch wie möglich, gestalte. Die Futtersituation zum Beispiel: Lucky wird Futter für junge Katzen brauchen, Jacky hat sein „Erwachsenenfutter“. Wie schaff ich es, dass sie nicht jeweils das „verkehrte“ Futter fressen? Ja, das sind schwierige Fragen, ich weiß, aber mit Ihrer Unterstützung schaff ich das.

Geht mir nicht aus dem Sinn

Ich habe eben gar allerliebste, acht Wochen alte Kätzlein gesehen. Und es wurde mir eine wärmstens angeboten. Ein Katerlein, in rot und creme-weiß, ähnlich wie unser verstorbener Johnny. Das Katerlein ist entwurmt, geimpft und wartet nur noch auf ein neues zu Hause. Mein Herz schreit JA JA! Aber die Kinder, die sind ja so vernünftig. Sie meinen, dass unser Jacky sich vielleicht zurückgesetzt fühlen wird und eventuell sogar abhauen wird und dann, Mama, was dann? Und der Mann wird sagen Eine Katze ist doch genug, oder? Aber es geht mir nicht aus dem Sinn, das kleine Katerviech. Ich kriege die Gründe für eine weitere Katze schon noch zusammen, meine liebe DüneSiebenFamilie. Jawoll, ja. Und mein Herzenskater Jacky wird so ein kleines Kätzchen bestimmt lieben.

Ich hätte das kleine rot-weiße Katerlein einfach mitnehmen müssen.

Nach Backwahn kommt…

Strickwahn… Ich habe da mal eine Frage. Eine mir etwas peinliche* Frage. Wo finde ich ein idiotensicheres Sockenstrickmuster? Jetzt, wo der Herbst um die Ecke lugst und man so heimisch wird und überhaupt, würde ich gern mal wieder zu den Stricknadeln greifen. Ich hatte vor ungefähr zwei Jahren mal einen „Strick-Anfall“. Zwei Paar Socken in Kindergröße habe ich gestrickt, aber die waren schon vor dem Tragen ausgeleiert. Dabei hatte ich gute Wolle genommen. Und ich habe dieses Fersenstricken ganz ganz weit nach unten in mein Gedächtnis gepackt. Und wie immer wenn ich etwas kochen/backen oder in dem Falle stricken will, brennt es mir derart unter den Nägeln und ich kann kaum warten, anzufangen.

* Peinlich deshalb, weil ich mich nicht so als die typische Stricktante sehe. Aber wir haben ja so viele kreative Bloggerinnen unter uns…

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