Archiv für November 2008

Warum ich mich auf Namibia freue (3)

Mit Freunden am Strand oder in der Namib „braaien“.

Vom Abnehmen

Es ist in aller Munde, beziehungsweise eben nicht in aller Munde: Das Essen und das Abnehmen. Und ich möchte Ihnen erklären, warum ich nicht wirklich abnehmen möchte. Also ich möchte schon, aber es ist nicht so zentral und wichtig in meinem Leben. Ich bin 1,75m groß und mein Gewicht pendelt zwischen 66 und 68 kg. Bei 66 kg freu ich mich, bei 68 kg denke ich oha! Ich bin wiege mich notorisch jeden Morgen vor dem Duschen. Ich weiß genau, an welcher Ecke des Badezimmers die Waage am meisten und in welcher Ecke sie am wenigsten anzeigt. Und ich hätte allen Grund, abzunehmen, mein Wunschgewicht (was aber nicht so wichtig ist!) von 64 kg zu erreichen. Schließlich liege ich in 3 Wochen am Strand von Namibia, zwischen meinen sportlichen und braungebrannten Freundinnen. Und wissen Sie was? Ich werde trotzdem jetzt nicht mehr versuchen, abzunehmen und ich werde trotzdem einen Bikini (na gut, vielleicht eher einen Tankini) anziehen.

Ich finde, wir Mütter von Teenager und angehenden Teenager Töchtern haben auch eine Vorbildfunktion. Und ich bin nicht dick. Ich habe einen weichen, fluffigen Bauch, meine Oberarme schlackern ein wenig, aber dafür, dass ich drei Kinder geboren (und dazu noch Zwillinge 38 Wochen in meinem Bauch beherbergt) habe, dieses Jahr nur sehr wenig Sport getrieben habe (die OPs) und im nächsten Jahr mein 40. ansteht, bin ich recht gut davor. Und dass will ich meinen Töchtern vorleben: Ein gesundes Mittelmaaß. Dieses Reden von nun eßt doch bloß vernünftig und gegenansteuern gegen die Manie von dürren 12-Jährigen, die meinen zu dick zu sein, passt wie die Faust auf’s Auge, wenn ich, die 2 oder 3 kg zuviel hat, nun anfange zu diäten. Es ist für mich die Vobildfunktion, die dann total flöten geht.

Eine ehemalige Nachbarin, die – wie ich zur Zeit – 2 oder 3 kg zuviel (wobei, ist das wirklich so sehr ZUVIEL?) hatte, hat plötzlich ganz drastisch abgenommen. Als ich sie vorsichtig ansprach, ob sie krank sei, erzählte sie mir stolz, dass sie 10 kg abgenommen hätte. Die Frau hatte zu dem Zeitpunkt drei Teenagertöchter und es hat mich erschrocken, dass diese Mädchen damals DAS vorgelebt bekommen haben: Die Mutter, die altergemäß schlank ist und dann dieses Abnehmwann antritt.

Aber das ist meine Meinung und ich will keinem auf den Schlips treten. Ich wollte das nur mal so gesagt haben.

Warum ich mich auf Namibia freue (2)

Hier essen zu gehen.

Manche Tage

An manchen Tagen möchte ich einfach nur im Wohnwagen sein. Und die Tür ganz fest hinter mir zumachen. Ich würde mir dann einen Tee machen. Oder zu einem Tuborg greifen. Ich habe auch immer einen Weinvorrat da. Wenn es nicht regnet, die Kinder mich nicht sehen können (also wenn sie schlafen, oder aber über den Campingplatz toben) würde ich mich mit einem Getränk meiner Wahl (siehe oben) vor den Wohnwagen setzen und eine rauchen. Es macht nichts, wenn es dabei ein wenig drizzelt, ich bin ein Fan von Kapuzenjacken. Eine Jacke ohne Kapuze ist in meinen Augen keine Jacke. Ich würde den Eichhörnchen bei ihren Tobespielen durch die Nadelbäume zusehen und sie um ihre Behändigkeit beneiden. Ich würde den Kopf in den Nacken legen, mich konzentrieren um festzustellen, ob es nur der Wind in den Bäumen ist, oder ob ich wirklich das Meer rauschen hören kann. Ich finde es immer wieder faszinierend, das Meeresrauschen bis zum Wohnwagen zu hören. Ich würde ein wenig schmunzeln, über die Frrränkin von schräg gegenüber, die schon wieder den Wohnwagen aussaugt. Ich würde mir überlegen, was wir als nächstes essen: Pilze sammeln oder einfach nur einen Risted Hotdog holen? Jedenfalls würde ich tief durchatmen und es würde mir besser gehen.

Warum ich mich auf Namibia freue (1)

Von allem etwas

Nur weil hier mal wieder Ruhe im Blog herrscht, heißt es nicht, dass Frau DüneSieben in der Ecke sitzt und Socken strickt nichts zu tun hat. Das Gegenteil ist der Fall. Letztes Wochenende wurde die Große 12, weilte aber das erste Mal an ihrem Geburtstag außer Haus auf einer Chorfreizeit. Diesen großen Schritt in Richtung Teenie haben wir gestern nachgefeiert mit 5 gackernden Mädels. Sie haben alle zusammen gekocht. Die erstmal geliehene und noch nicht selbst gekaufte Nudelmaschine kam zum Einsatz. Und obwohl die Nudeln (Tagliatelle und gefüllte Nudeln) leicht gummirig von der Konsistenz waren, die Tomatensoße dank des spontan zugefügten Ricottas leicht geflockt ist, hat es allen sooo gut geschmeckt. Sicherlich, weil alle beteiligt waren. Zum Nachtisch gab es Obst mit Schokofondue. Gar herrlich, diese Kombination von Obst und  Zartbitterschokolade. Zwischendurch wurde mit der geliehenen Singstar Playstation (ja, richtig gelesen, geliehen – es gibt auch noch Haushalte, in denen es keine Wii und keine Blähsteschion gibt!) gesungen und vor dem Dunkelwerden draußen eine Runde Wikinger Schach gespielt.

Ferner der allgegenwärtige Endjahresstreß, von dem ich mich immer freizumachen versuche. Keine einfache Sache das. Und – auch wie immer – frage ich mich, was mit unserer guten alten Weihnachtsfeier geworden ist? Warum in Gottes Namen muss der Handballverein als Weihnachtsfeier-Event bowlen und die Fußballer eislaufen gehen? Und die Jugendgruppe feiert ihre Weihnachtsfeier gar mit einem Ausflug in die Schwimmhalle…

Und so ganz nebenbei freuen wir uns wie wahnsinnig auf Namibia. Sie sitzt im Hals, diese Freude, sie macht zwischendurch und zu den unpassendsten Gelegenheiten ganz wildes Herzklopfen, sie will raus, aber sie muss runter geschluckt werden. Weil wir uns hier Mitte Dezember aus dem Staube (nein, eher IN den Staub!) machen, davonschleichen sozusagen.

Und Schnee haben wir nicht. Nur Eiseskälte. Schöne, sonnige Kälte. Sie liebe ich es und so kann es bleiben.

Wünsche allseits einen schönen Sonntagabend.

Nudelmaschine

Ich möchte mir gern eine Nudelmaschine zulegen. Und nun tu ich das, was ich sonst eigentlich ungern tu – ich frage Sie, verehrte Leser, nach Ihren Erfahrungen. Manuell, soll Nudelplatten (Lasagne), Bandnudeln und Tortellini produzieren können. (Weiß nicht, ob es in der Kombi geht). And now over to you.

edit: Manuell habe ich geschrieben, aber mechanisch gemeint. Mit „… soll Tortellini produzieren können…“ meinte ich eigentlich dieses extra Rädchen, mit dem man über die Teigplatten geht, um den Teig in Streifen zu schneiden, die wiederum in was- auch- immer wandelt. Ich habe eben gerade eine gesehen, eine italienische, (MAR.C.ATO – darf ich das überhaupt schreiben?), musste jedoch sehr schlucken bei dem Preis. Aber die hat man ja dann für’s Leben, nicht wahr?

Südafrikanische Musik (3): Miriam Makeba

Ich hinke mal wieder hinterher. Nicht nur mit dem Tod von Miriam Makeba. Schon lange wollte ich unter der Rubrik SA Musik einen Beitrag über sie schreiben,  habe es immer verschoben, auch weil ich nicht wusste, wie ich dieses große Thema angehen soll. Nun ist sie nicht mehr. Miriam Makeba und ihr Pata Pata (bei dieser Version ist ihre Stimme höher, als sie später war) waren für mich als Kind der erste Zugang zu schwarzer, südafrikanischer Musik. Die Eltern meiner besten Freundin waren recht liberal (oder ich empfand sie – zumindest was Kunst und Musik angeht – weltoffener als meine Eltern) und hatten eine Schallplatte von Miriam Makeba, mit Pata Pata drauf. Stundenlang haben wir beide bäuchlings vor dem Plattenspieler gelegen und Pata Pata gehört.* Meine Begeisterung für Miriam Makeba ist dann erst viele Jahre später wieder entflammt. Ich denke mal, sie ist verstorben, wie sie gelebt hat: Von Musik getragen, mitten im Leben und plötzlich aus eben diesem gerissen.

* Memo to self: Freundin, wenn ich in Namibia bin, fragen, ob sie die Schallplatte noch hat und dann wieder das bäuchlings-vor-dem-Plattenspieler-Ritual pflegen.

Nicht so hübsch

Morgens um 6h40, wenn die Große aus dem Haus muss, ist es noch recht dunkel. Darum begleiten der DüneSiebenMann oder ich sie zur Bushaltestelle. Auf dem kurzen Weg dorthin, entstehen oft interessante Gespräche. (Gestern waren wir bei der Vertretung unseres eigentlich Zahnarztes.)

Die Große spricht Der Zahnarzt gestern war aber ein Hüscher, oder? Ich bejae dies. Der hatte so schöne blaue Augen. Auch dies kann ich nur bejaen. Der Bus kommt. Die Große betont nochmal, wie hübsch der Zahnarzt ist. Sie steigt ein und kurz vorher kommt noch ein Aber nicht so hübsch wie Papa.

Von der Katzenfront

Jacky und Lucky – das werden mal richtige Kumpel. Ach was, sie sind es jetzt schon. Allein die ausgiebige gegenseitige Ohrenpflege – das ist schon ein sehr intimes Ritual, was von großer Nähe und Zuneigung zeugt. (Hoffe ich!) Die anfänglichen „Kämpfe“ weichen heftigen Tobespielen durch das Haus. Der Kleine kann einstecken, typisch für ein „jüngstes Kind in einer großen Familie“ mautzt und schreit er fürchterlich bei diesen Spielen, kaum lässt Jacky jedoch von ihm ab, ist wieder da, der kleine Lucky, gewieft und voller Leben. Er hat uns ganz und ganz erobert und ich muss mir immer wieder einreden, dass es „nur“ ein Tier ist, aber ich wage zu behaupten, dass er unser Leben bereichert hat. Zusammen mit dem großen, treuen Jacky.

Hier bildlich eine Szene, die es mehrmals täglich zu sehen gibt: Der Große schläft (das tat er bevor Lucky kam den ganzen Tag, nun schmeißt sich oft ein kleines Bündel auf ihn und beißt ihn in die Ohren), aber nicht so fest, als dass er nicht sanft den Schwanz hin und her bewegt. Lucky beobachtet das zu gern, entweder wird er davon in den Schlaf hypnotisiert oder aber er will ihn ein für alle Mal fangen, diesen Schwanz. Grobes Zurückstupsen von Jacky gehört zum Spiel dazu.

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