Archiv für Dezember 2008

NAMIBIA

Nun gilt es nur noch, die Bahnfahrt nach Frankfurt, 11 Stunden Flug und nervöse, weil voller Vorfreude, Gemüter zu überstehen, um dann morgen früh namibischen Boden unter den Füßen zu haben, heiße Sonne, Wiedersehensfreude, einen schnellen Dip im Schwimmbad, ein kühles Bier und abends bestimmt ein anständiges Stück Fleisch auf dem Grill. Die ersten Tage verbringen wir in Windhoek, dann zieht es uns an die Küste zu meinen Eltern.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie es in mir aussieht zur Zeit. Vorfreude, Freude, ja sicherlich. Aber auch ein Gefühl von „ich kann es noch gar nicht glauben“…

So bleibt mir nur noch, Euch allen eine besinnliche Weihnacht ohne Streß zu wünschen. Jeder so wie er mag, gutes Essen sollte dabei sein, viel Familie und Freunde und Runterfahren vom Alltag.

Vielleicht gibt es hier Blogeinträge von Namibia aus, vielleicht nicht, je nach Lust und Laune (und Internetzugang).

Totsiens!

Und jetzt bitte keinen Neid aufkommen lassen…

Sieht das nicht gut aus?

Trend für die Region Walvis Bay
Ortszeit Mo, 15.12. Di, 16.12. Mi, 17.12.
Tiefst-
Temperatur
15°C 15°C 15°C
Höchst-
Temperatur
23°C 22°C 22°C
Wetter sonnig sonnig meist sonnig
Wind W 3-4 W 3-4 W 3-4
(Windstärke in Beaufort)   Wind-Rec

Läuft und läuft…

Die Waschmaschine läuft bis zum letzten Moment. Für die Lieblingssachen, die mit nach Namibia sollen und die Sachen, die mir nicht entgegen mucheln sollen, wenn wir zurück kommen.

(Mein Gehirn läuft und läuft und läuft auch hieran muss ich denken, das muss ich noch besorgen, das darf ich nicht vergessen…)

Katzen

Ich vermisse sie jetzt schon. Einziger Trost: Sie gehen zusammen in Pflege.

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(Lucky und daneben Jackys Pfoten)

gelbe Zettel

Überall im Haus kleben sie, die gelben Zettel. Unten in der Küche. Oben im Arbeitszimmer. Neben meinem Bett. Auf der Klo-Spül-Taste. Ich glaube im Auto habe ich auch einen und bei der Lütten habe ich neulich ebenfalls einen gesichtet. Unterteilt in „Mitnehmen nach Namibia“ und „Erledigen vor Namibia“. Ich glaube, vorher werde ich noch wahnsinnig und vergeß trotz aller gelber Zettel die Hälfte.

Warum Namibia sich auf mich freut

Weil ich unter anderem im Gepäck haben werde:

  • Pannini Bundesliga Sticker
  • Ereignisse 2008 Buch
  • Nimm2 Lollys
  • Knorr Salatkräuter
  • Mandeln
  • Haselnüsse
  • Maggi Würze
  • 2009 Küchenkalender
  • Füllfederhalter für Linkshänder
  • Krampfadernsalbe
  • eine in der Taille mit Gummiband verstellbare Jeans in Größe 122
  • Bravo Sport „special edition“ mit nur Fußballpostern

Und natürlich die Weihnachtsgeschenke.

Schokolade (Ritter Sport, Milka) und vielen anderen Süßkram (Toffifee zum Beispiel) habe ich früher auch noch mitgeschleppt. Das gibt es inzwischen standardmäßig alles in Namibia. Ich war letztes Jahr kurz vor Ostern in Namibia und habe Bauklötze gestaunt, über deren Sortiment an deutschen Osternaschkram – Sachen, die es HIER nicht gab!

(Schon komisch, die Wünsche, die da manchmal kommen…)

Nikolaus für die Katzen

Die Kater, vor allem der kleine vorwitzige Lucky, erbeuten sich auch hier, ähnlich wie der Sollmansche Hund, ihre Nikolausnaschereien. Am Sonntagmorgen hat sich das kleine Fellchen fast einen halben Kinderschokoladen-Nikolaus einverleibt. Im Affenzahn muß das geschehen sein, immer in der Angst, der große Jacky nimmt die Spur auf und dann müsste man ja teilen… Nachmittags gab es prompt eine Kinderschokoladedurchfallattacke im Katzenklo, nebst Tapsen auf Treppe und Fliesen, alles in kackschokobraun. Das ließ Mutter SollmanDüneSieben vom Grünkohlessen mit Schwiegereltern aufspringen. Danach hatte ich irgendwie keinen Hunger mehr. Schöne Adventszeit!

Warum ich mich auf Namibia freue (6)

Nicht zuletzt und eigentlich brauch ich es nicht zu erwähnen:

Die Familie. Die Eltern, die im nächsten Jahr aus dem großen Haus ausziehen, in denen sie (wir) fast 25 Jahre gewohnt habe. Die Brüder, die Schwägerinnen, die Neffen und Nichten. Zusehen und zuhören, wie meine Kinder, die hier in Deutschland keine Cousins und Cousinen haben, mit ihnen spielen, schwimmen, lachen, futtern, raufen und sich aus ihren Leben erzählen.

Die guten „alten“ Freundinnen und Freunde, mit denen ich, obwohl wir uns teilweise 10 Jahre nicht sehen zwischendurch, immer noch und immer wieder so vertraut bin. Auftanken der Freundschaftsbatterien.

zum dran Festhalten

Ich brauche so Rituale zum Dranfesthalten. Ich decke zum Beispiel jeden Abend den Frühstückstisch für den nächsten Morgen. Wobei Frühstückstisch übertrieben ist. Die Kindelein essen an der „Theke“, auf der anderen Seite stehe ich im Nachthemd und schmiere die Pausenbrote. Jeden Abend decke ich also die Müslischalen, die Teebecher, koche Rooibos-Tee und fülle ihn in die Thermoskanne, damit er genau die richtige Trinktemperatur hat morgens. Ich lege mir ein Brettchen und ein Messer parat, stelle das Nutella (für den DüneSiebenMann – die Kinder dürfen nur am Wochenende und in seltenen Ausnahmen in der Woche Nutella essen, ja, call me altmodisch, kautzig oder kleinlich, aber sie haben sich daran gewöhnt und genießen das Nutella am Wochenende umso mehr!) dazu. Einen großen Kaffeebecher und den Nescafe für mich und für den DüneSiebenMann seinen Teebecher und seine Thermoskanne für Tee zum Mitnehmen, alles stell ich raus.

Und wenn ich es nicht tu, was ganz selten vorkommt, bin ich morgens total verwirrt. Mir fehlt dann mein Gerüst zum dran festhalten.

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Warum ich mich auf Namibia freue (5)

Helligkeit. Sonne. Licht. Öffnen. Atmen. Lüften.

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