Am Wochenende nehme ich an einem Chorprojekt teil. DüneSieben goes Carmina Burana. Ich freu mich und bin sehr gespannt. Wir lesen uns am Montag und in der kommenden Woche entführe ich Sie wieder nach Namibia.
Archiv für Februar 2009
Stürmt es bei Ihnen, heult der Wind buchstäblich ums Haus und hat die heute Morgen geleerten Papiermülltonnen umgeworfen? Klatscht bei Ihnen auch der Regen gegen die Scheibe, sodass man das Gefühl bekommt, er drückt gleich unter der Terrassentür durch? Ist es grau, ungemütlich und würden Sie sich am liebsten ins Bett verkriechen? Dann zünden Sie sich Kerzen oder Teelichter an, kochen Sie sich einen schönen Earl-Grey-Tea und hören Sie sich folgendes an:
Die Zwillinge kamen heute mit folgender Hausaufgabe an:
- ein blauer PAPPordner
- Tesakrepp
- viele, viele Zeitungen (gerade heute Morgen wurde der Papiermüll abgeholt)
Bis morgen, versteht sich. Mal zwei. Ich beiße gleich in die nächste Tischkannte. Warum nur kann die gute Kunstlehrerin sich nicht ein teeny-weeny bit früher überlegen, dass sie mit den Kindern Wale basteln will?
edit: Die TischkaNNte soll natürlich eine TischkaNte sein. Ich kaNN TischkaNte schreiben, war mir nur so durch die Lappen gegangen.
Ich habe heute so ein „Haus am See“ Gefühl.
Die Große lernt in Religion zur Zeit über verschiedene Glaubensrichtungen, unter anderem dem Judentum. Im Zuge dessen kam und kommt natürlich das Thema „Judenverfolgung“ und „Deutsches Reich“ auf. Und weil sie so reges Interesse zeigt an einem so wichtigen Thema habe ich ihr das Tagebuch der Anne Frank aus der Bibliothek ausgeliehen, mit dem Hinweis uns zu fragen, wenn sie etwas nicht versteht, bzw. überhaupt über das Thema zu reden.
So kam heute beim Abendbrot zu erst die Frage, ob wir jüdischer Abstammung seien und dann: Papa, warst Du eigentlich in der Hitlerjugend? Das löste bei mir nur einen kurzen Kicheranfall aus (der DüneSiebenMann ist Ende dreißig), den ich jedoch sofort in den Griff bekam. Und schon waren wir wieder mittendrin in der Thematik des Zweiten Weltkriegs, der vielen Leute, die flüchten mussten (unter anderem die Großeltern als kleine Kinder), Judenverfolgung, Besitzenteignung, und so weiter. Auch die Kriege in anderen Ländern, die jetzt stattfinden (Simbabwe zum Beispiel), haben wir gestriffen. Es folgte eine lebhafte Unterhaltung, jedes Kind hatte einen Beitrag, etwas wirr teilweise, aber trotzdem hatte jedes eine Meinung, eine Ahnung und vor allem – ein Gefühl. Und dann wurde es still und auch wenn es keiner so richtig ausgesprochen und auf den Punkt gebracht hat, war doch dieses „was geht es uns gut“ im Raum.
Auf Nachfrage Fotos der neuen Sofas der Kinder:
(Der Ellenbogenkampf um die Sofas hat sich gelohnt. Ausgezogen haben sie schon zwei kranken Kindern ein Krankenlager geboten und sind im normalen Zustand so richtig prima zum lümmeln, lesen und Musik hören. Und die Katzen mögen sie auch!)
Einer meiner Helden
Veröffentlicht 20. Februar 2009 Nicht kategorisiert , Palim Hinterlasse einen KommentarDittsche. Der Name ist Programm. Kaum einer bringt mich so zum lachen wie er.
Wo’ ma sogen, nä?
nur in neuer Konstellation: Die Große ist wieder zur Schule, dafür ist der DüneSiebenMann krank. Und ein kranker Mann ist ja fast schlimmer, als drei kranke Kinder.
Drei zu Hause
Veröffentlicht 18. Februar 2009 Befinden , Familienleben , Kinder Hinterlasse einen KommentarHeute sind alle drei Kinder krank zu Hause geblieben. Ich reiche literweise Tee, geriebene Äpfel, Wärmflaschen, Joghurt, Halswickel, mütterliche Fürsorge, Bücher, Rollläden rauf, Rollläden runter, das passende Essen für das jeweilige Kind in just der Sekunde in der es gewünscht wird, CD’s, Botschaften von einem Krankenzimmer ins andere und vieles mehr.
Sie streiten sich gerade mit dünnen, krächzenden Stimmen bei einem Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel. Die Zwillinge spielen und als ob das nicht schon genügend Zündstoff birgt, mischt die Große sich auch noch ein. Hallooo? (bitte jetzt den neulich von Frau Antonmann so schön als pubertär-vorwurfsvollen beschriebenen Ton dazu vorstellen) ist auch dabei. Seufz, das wird ein langer Tag… Aber vielleicht schaffe ich heute mehr als nur drei.
Hast du eigentlich schonmal in schwarzweiß geträumt? fragt mich die Große heute Morgen und seitdem grübel und grübel und grübel ich. Ich kann es nicht beantworten. Ich glaube, ich träume immer in Farbe. Sie meint, sie würde abwechselnd träumen. Mal in farbe, dann wieder in schwarzweiß. Das muss schön sein, so richtig abwechselnd.



Spuren im Sand