Ich führe einen Blog und weiß derzeit nicht, was ich schreiben soll. Ich könnte jetzt mal wieder mit Blogmüdigkeit kommen, aber dann würden (zu Recht) viele sagen Dann lass es doch bleiben und mach den Blog zu. Also frage ich Sie: Was wollen Sie hören?
Über die Katzen? Jacky und Lucky haben gestern Abend mit vereinten Kräften eine Taube gefangen, die schwirrte schon das ganze Wochenende mit einem lahmen Flügel hier rum. Sie haben sich aber nicht getraut, sie komplett zu töten, also nahm ich den Spaten… ach, lassen wir das. Die Katze* hatte so Kennzeichnungsringe, die Telefonnummer ergibt keine Antwort und irgendwie trau ich mich auch nicht so richtig. Sie wissen schon, meine Katzen und der Spaten und so.
Namibia. Ich bin gerade dabei, einen Flug nach Namibia zu buchen. Die allerbeste Freundin, die Seelenschwester wird 40 und die Mutter 70. Beide Geschehenisse bitte mit meiner Anwesenheit. Mich plagen jetzt schon Gewissensbisse, die Kinder (und Herrn DüneSieben, aber der macht seine Hausaufgaben ja schon ohne mich) gut zwei Wochen allein zu lassen. Außerdem: einen Flug online buchen? Noch nie gemacht (also nicht so weite Flüge) und ich zöger hin und her.
DK. Jetzt am langen Himmelfahrtswochenende wieder. Nur Herr DüneSieben und ich. Die Kinder fahren zu einem Landesjugendtreffen des Schwimmvereins. Auch komisch, in zwei verschiedene Richtungen zu fahren. Ich vermisse die Rüben jetzt schon. DK ohne sie, das ist nur die halbe Miete.
Der Garten: Es ist noch viel braunes und wüstenmäßiges dazwischen. Obwohl wir „schon“ den dritten Sommer hier wohnen. Um uns rum nur Ländereien und Wildnis, stetig weht der Wind alle Unkrautsämereien zu uns rüber.
Die Kinder: Wachsen und gedeihen, sind mal zum an die Wand schmieren, dann wieder (zum Glück doch öfter als das vorige) regen sie an zu Gedanken und Gesprächen. Und geben Stoff zur Dankbarkeit und zum Lachen. Und Sorgen, natürlich auch immer wieder. Macht man so halbwegs alles richtig?
Stricken. Nie hätte ich gedacht, dass ich ernsthaft unter die Strickerinnen gehen würde. Aber in den letzten zwei Jahren habe ich doch immer mal wieder das eine oder andere Paar Socken gestrickt, so dass mir meine Hände nun leer vorkommen, wenn ich nicht dann und wann zu einer Strickerei greifen kann. Außerdem füllt es lästige Wartezeiten in der Schwimmhalle, bei Handballspielen oder sonstwann, wenn man zwar anwesend sein muß, aber den bewundernden Blick nicht ununterbrochen auf die Kindelein heften muss. (Ich habe sogar zu Winterende mit Strick-Filz-Puschen angefangen, ein Thema, das ich zum nächsten Winter wieder aufgreifen werde. Aber daran – an den nächsten Winter – denken wir jetzt lieber nicht!)
Tja, und das wärs dann auch schon wieder. Irgendwie kommt mir das palim-palim bloggen nicht so flott von der Hand. Ich bin auf der Suche nach dem roten Faden. Hier im Blog und vielleicht auch in anderen Bereichen. Aber verschwinden, einfach so? Nö.
*edit: Tststsss, bin ich verwirrt, die Taube hatte die Kennzeichnungsringe natürlich.
Spuren im Sand