Wir haben seit einiger Zeit eine neue Anlage und – vor allem – neue Lautsprecher. Was für ein Unterschied, was für ein Genuss. Man findet uns jetzt abends bis Sonnenuntergang Campari-Orange-schlürfend auf der Terrasse und danach mit geschlossenen Augen verzückt mittig zwischen den Boxen guter Musik lauschend.
Und wieder stelle ich fest – Pink Floyd bleibt genial, vor allem natürlich aus guten Boxen. Und wieder die Erkenntnis: Es gibt Menschen und es Pink Floyd-Ablehner. Ich bin (Pink Floyd) Mensch, diese Musik ist Teil meines Lebens. Es erinnert mich an die erste große Liebe, es erinnert mich an Nebel in Swakopmund, an lange nächtliche Autofahrten zwischen Kaptstadt und Walvis Bay, es ist für mich Kapstadt mit allen Fasern und allen durchlebten und durchlittenen Höhen und Tiefen. Ich bekomme einen bestimmten Geruch in die Nase und einen bestimmten Geschmack auf der Zunge. Ich sehe mich mit der Freundin im Hamburger Schanzenviertel nachts um 3 Uhr im Dunklen auf dem Wohnzimmerboden liegen, nur Kerzenlicht und „Wish you where here“ vom Plattenspieler, so intensiv haben sich diese Zeilen in meine Erinnerung eingebrannt:
We’re just two lost souls swimming in a fish bowl
year after year
running over the same old ground
what have you found? The same old fears.
(Herr DüneSieben ist erst jetzt, durch die neue Anlage, Pink Floyd-Liebhaber geworden. Fragt sich nur, wie er vor gut 14 Jahren durch die Kontrolle gekommen ist?)




Spuren im Sand