Kieler Woche

Es ist der Höhepunkt im Kieler „social calender“ schlechthin. Aber immer ist irgendwas, wenn Kieler Woche ist. Zweimal bin ich schwanger über die Kieler Woche gewatschelt, dann oft mit Zwillingswagen, Buggys, Kinder an der Leine Hand, später dann mit Edding dick auf den Arm geschriebener Handynummer, falls eines der Wuselmotten verloren geht. Nur einmal, zum Glück, ist uns für 10 Minuten ein Kind, die Große, abhanden gekommen. Verträumt ist sie irgendwo stehen geblieben und zugeschaut, während wir weiter gegangen sind.

Es ist immer ein Abwägen: Gehen wir tagsüber mit den Kindern, stehen stundenlang an, nur damit die Kinder dann 5 Minuten Trampolinspringen oder Hochseilgarten-Klettern können? Schieben wir uns durch die Massen? Gehen wir ganz früh, oder eher später? Was tun, wenn – wie so oft zur Kieler Woche – der Himmel sich plötzlich öffnet und es in Strömen regnet? Haben wir nach einem Kindertag auf der Kieler Woche abends noch die Kraft und Energie, uns ein Konzert anzutun?

Aber auch hier wird es langsam entspannter. So entspannt, das ich mich neulich, als ich mit meinem beiden Mädels allein auf der Kieler Woche war, in die Sonne gelegt habe, während sie zum Trampolinspringen angestanden haben und total eingeratzt bin, bis mir eine Freundin ihr kaltes Bier an die Wange gehalten hat…

Dieter Thomas Kuhn habe ich im Vorbeigehen gesehen und gehört (ich lass das mal unkommentiert…), Foreigner verpasst, gestern Abend hat Watershed (eine südafrikanische Band!) gespielt, doch auch das ohne uns. Herr DüneSieben war gestern mit den Kindern und Freundeskindern unterwegs, ich habe mich meinem Husten gewidmet. Wie gesagt, ein Abwägen, immer ein Abwägen.

Zum Frühstück, wie jedes Jahr, die Diskussion mit den Kindern, ob sie das heutige Abschlussfeuerwerk sehen dürfen. Das jedoch erst anfängt, wenn es halbwegs dunkel ist, also nicht vor 22h30. Bis wir zu Hause wären, wäre es nach Mitternacht. Zu spät für meine Kinder, die tagsüber einfach Gas geben und ihren Nachtschlaf sehr brauchen.

Trotzdem: Es war mal wieder schön, die Kieler Woche. Wenn diese doch manchmal so wenig charmante Stadt aufblüht, sich füllt, wenn man Englisch und viele andere Sprachen an jeder Ecke hört, wenn dann auch noch die Sonne lacht, alle guter Stimmung sind, dann zeigt Kiel sich von der Sahneseite.

3 Antworten zu „Kieler Woche“


  1. 1 amidelanuit 29. Juni 2009 um 12:04

    watershed ist großartig!! seit „indigo girl“ höre ich die immer wieder gerne:)

  2. 2 kathrin 29. Juni 2009 um 6:40

    genauso isses….;)))

    LG Kathrin

  3. 3 zimtapfel 30. Juni 2009 um 6:52

    Oh ja, Kieler Woche ist etwas großartiges. Dieses Jahr war es erst meine zweite und sie ist leider fast komplett an mir vorübergegangen. Aber trotzdem hat mich zwischendurch immer mal wieder ein bißchen dieses Kieler-Woche-Kribbeln gepackt, beim Anblick der vielen schönen Segelboote, beim lauten Tuten der großen Schiffe, das geht so durch und durch.


Eine Antwort schreiben




c

DünenSpaziergänger

visitor stats

DünenBesucher

in Zahlen

  • 208,305