Die Sommer-Blog-Pause wird unterbrochen. Ja, ich bin inkonsequent.
Der Grund: Der Sohn hat die ersten Skaterschuhe seines Lebens bekommen. Lange hat er versucht, uns die Dringlichkeit eines solchen Schuhs nahe zu bringen. Der DüneSiebenMann und ich verstanden schon. Es geht um das soziale Gerangel in der Handballumkleide. Es geht um Marken. Es geht oft ganz profan um dabei sein, oder eben am Rand stehen. Und ich versuche stets, die Balance zu halten zwischen „Waldorf-Second-Hand-Style“ (dieses bitte kein slap in the face für Waldörfler, denen wir auch mal kurz angehörten, vor allem auch nicht für Second Hand Käufer, zu denen ich auch gehöre, ich zitiere hier lediglich einen familieninternen Ausdruck der DüneSiebenBrut) und „Wir-rennen-jedem-Trend-nach“ von Bench bis Vans. Heute mußte es jedoch mal Trend sein. Heute musste es „in“ sein. Heute musste es „wie alle“ sein. Diese Leuchten in den Augen, als Sohnemann das Objekt der schlaflosen Nächte in den Händen hielt und das breite Lächeln, als die Schuhe auch in der richtigen Größe vorhanden waren, überzeugten mich, dass er lange genug ausgehalten hatte. Der Spruch des jungen, mega-lässigen, aber trotzdem kompetenten Verkäufers (frisch eröffneter, sehr hipper Skaterladen) war auch sehr nett „Na, da geht ja heute wohl ein Traum in Erfüllung“!
Sohnemann behielt die Schuhe gleich an und was danach folgte, erinnerte mich stark an sein erstes Fußballspiel als Knirps mit richtigen, echten Fußballschuhen. Das Spiel ging völlig an ihm vorbei, im Laufen hatte er nur Augen für seine neue Fußballschuhe. So ähnlich war es heute.
Archiv für Juli 2009
…, so ruhig, wie es hier geworden ist. Sommerpause, auch hier. Aber, immer wenn ich eine Pause ankündige, fallen mir so viele Dinge ein. Nur für den Fall, dass das dieses Mal nicht so ist und hier wirklich die große Ruhe einkehrt, sind Sie schon mal vorgewarnt.
(Morgen wieder ein Treffen mit der working mum geplant.)
(Im August zwei Wochen DK.)
(Das Wetter nervt. Petrus, bekenn Farbe – blauer oder grauer Himmel?!)
(via Ami)
Ich stoße am späten Vormittag zu dem Klassenausflug (eine Quinta) der Großen. Das sind alles pubertierende „junge Leute“ (ich nenne sie nach wie vor Kinder). Wenn man „junge Leute“ (ich nenne sie nach wie vor Kinder) im dem Alter hat, läuft man eigentlich ständig mit wahlweise Sorgen- oder Zornesfalten durch die Gegend. Das schreit nach Lob für die Eltern. Was ich übrigens auch so tue, also Eltern loben, nur sind die mir, im Gegensatz zu dem in Amis Beitrag beschriebenen Vater, bekannt. Elternlob muss sein. Hallo?? (mit pubertieredem Unterton) wir machen ja auch nicht immer nur alles falsch!
Ich hatte heute das Glück, die workingmum kennen zu lernen. Ich war kaum aufgeregt, habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht, wie ich sie erkennen werde und dass, wo ich kaum weiß, wie sie aussieht. Das war bestimmt ein Zeichen, denn ich habe sie trotzdem aus weiter Entfernung erkannt, wir haben beide breit gegrinst, uns hingesetzt und fingen an zu quatschen wie alte Bekannte. Bestimmt würden wir jetzt noch da sitzen, wenn nicht ihre Familie und mein Alltag uns zurück geholt hätten.
Sehr klasse, wird wiederholt.
Frau DüneSieben stellt Weichen für die Zukunft, das müsste eingentlich durch ganz Deutschland quitschen und knarren. Nein, noch wird nichts verraten. Ich muss mich auch in Geduld üben, da kann es Ihnen doch nicht besser ergehen.
Ich lese manchmal Dinge, Beiträge oder Artikel, die so klar sind und wo jedes Wort sitzt. Dann komme ich mir mit meinem Geschreibsel so ungenügend vor und würde mich am liebsten in ein Mauseloch verkriechen und nie wieder ein Wort schreiben.
„… there’s nothing like the sun going down on an African horizon. …“
(aus dem Buch Long Way Down von Ewan McGregor und Charley Boorman)
Spuren im Sand