Archiv der Kategorie 'Essen&Trinken'

Erdbeeren

Wegen Hitze in Schleswig Holstein und weil es in Namibia so gut wie keine Erdbeeren gibt, gab es heute Mittag selbige für den Besuch. Mit Schlagsahne oder/und Milch. Da sind 2 kg Erdbeeren weg wie nix.

nur so

Der gestrige Tag ging DüneSieben-beitragslos dahin, was mit Sicherheit kein Verlust für die Menschheit ist. Nur ich fühlte mich so, als hätte ich etwas wichtiges nicht erledigt. Und damit der heutige Tag sich nicht auch noch beitragslos dem Ende nähert, hiermit den wenigen, die hier doch noch einmal langsurfen heute ein fröhliches cheers mit einem - na klar - südafrikanischen Chardonnay, den man auch bedenkenlos in der 3l Box kaufen kann. Sieht nicht so vornehm aus, aber man hat immer einen guten Wein auf Lager!

Haben Sie einen schönen Frühlingsabend da draußen!

Zwar kein Masterplan…

… so wie Frau Brüllen, was das Menü des Osterwochenendes betraf in der Tasche, dennoch einiges leckeres gezaubert:

Mittwochabend: Einläuten der Ferien bei Pasta e Patate a la calabrese. Super!

Donnerstag: mittags Reste von der Pasta, abends essen gegangen, mit Kind, Kegel und Nachbarn.

Freitag: Religiöse jetzt bitte weglesen, denn es gab Fleisch: Falscher Hase mit Feldsalat, Salzkartoffeln und Thymian-Karotten. Zum Kaffee nachmittags eine Donauwelle.

Samstag: Mittags Reste vom Hackbraten, nachmittags Reste Donauwelle, abends (very south african!) Toasted Cheese: Toast leicht toasten, außen (!) und innen mit Butter bestreichen, mit einem Käse mit hohem Schmelzanteil belegen und mit allem anderem Ihrer Wahl. In meinem Fall außer Käse noch Schinken, Tomaten und Schalotten. Im Backofen kurz unter den Grill - aber Vorsicht, verbrennt schnell! Abgelöscht wurde mit einem Green Lemon. Ferner hatte ich nachmittags eine Back-Prämiere: ich habe einen Hefezopf gebacken. Challah aus meiner neuen Küchenbibel. Kinders, das war und ist der Knüller schlechthin! Die Hälfte des Rezepts hätten es auch getan, wohlweislich habe ich zwei Zöpfe geflochten und eines der beiden Monstren sofort lauwarm eingefroren für schlechte Zeiten.

Sonntag: Nach einem sehr deliziösen Frühstück, dank des leckeren Hefezopfes folgte ein spätes Mittagessen: Schweinefilet kurz angebraten und im Ofen zu Ende gegart, Feldsalat, Naanbrot mit Joghurt Dip und gegrillte Knoblauch-Aubergine. Zum Nachtisch Quarkspeise.

Heute (Montag): Der Standard sinkt merklich. Was daran liegt, dass wir für DK packen! Tortellini mit Tomatensoße, beides Fertigprodukte (eigentlich für DK gedacht), lediglich die Tomatensoße aufgepeppt.

Wenn ich das jetzt alles so lese, läuft mit noch einmal das Wasser im Munde zusammen. Schön war’s!

Und jetzt - auf auf nach DK morgen und davor packen, packen, packen… Ich habe eine unten und oben Liste. Also eine Liste unten in der Küche, wo alles küchentechnische und sonstige landet. Eine Liste oben, für Klamotten, Handyladegeräte usw.

Das Superei 08

Ich bin ungeschickt in allem, was eine gewisse Fingerfertigkeit verlangt. Nähen, Stricken, Basteln, Sticken, “Findo-Kallar”, Serviettentechnick… geht mir weg! Ist nicht meins. Gerade darum bin ich besonders stolz auf die Ostereier 2008.

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Während ich mit irgendeinem kranken Kind in irgendeinem Wartezimmer saß und irgendeine Frauenzeitschrift durchgeblättert habe, las ich diesen Tipp: Vor dem Färben die Eier mit stinknormalen Haushaltsgummis umwickeln. Außer dass mir das eine oder andere Gummi beim diagonal umwickeln zischend durch die Küche und haarscharf am Tochterkind vorbei schoss, ging alles glatt und ich bin richtig stolz auf das Ergebnis.

Und hier noch ein Erfolgserlebnis - der Superzopf, auch Challah genannt. Rezept aus dem Backbuch. Super fluffig, super locker, super lecker.

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Ostern in der Schwebe

Manche haben ja schon den kompletten Menüplan für Ostern im Kopf. Ich habe noch nicht mal eine Ahnung, wo wir Ostern überhaupt sein werden… Ob frierend an eine Grillwurst geklammert vor dem Wohnwagen in DK oder - angesichts DIESER Wettervorhersage -

Trend für die Region Thisted  
Ortszeit Sa, 22.03. So, 23.03. Mo, 24.03.
Tiefst-
Temperatur
-5°C -5°C -3°C
Höchst-
Temperatur
-2°C 2°C 3°C
Wetter unterschiedlich bewölkt unterschiedlich bewölkt unterschiedlich bewölkt, Schneeschauer
Wind NO 4 NO 3 NW 3
 

doch zu Hause, wo es nicht sonderlich “wämer” sein soll, aber immerhin haben wir es hier behaglich. Also: gewinnen Grillwurst, Punsch und alles wärmende im Wohnwagen, oder wird es eher stilvoll im Hause DüneSieben mit Lamm, Rotwein und Marzipaneiern? Jedenfalls wäre ich gern nur einmal im Leben so gut organisiert und hätte einen Menüplan für vier Tage im Voraus in der Tasche…!Der DüneSiebenMann sieht es sehr gelassen, ich wollte gestern Abend eine Aussage aus ihm rauszwingen, sein Kommentar dazu et kümmt wie et kümmt.

Übrigens, in meiner Heimat sieht es wettertechnisch so aus:

Vorhersage für die Region Walvis Bay  
Text Mi, 19.03. Do, 20.03. Fr, 21.03.
Tiefst-
Temperatur
15°C 15°C 16°C
Höchst-
Temperatur
24°C 26°C 19°C
Vormittag meist sonnig meist sonnig meist sonnig
Nachmittag meist sonnig meist sonnig meist sonnig
Abend leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt

Da werden sie wohl alle Schokohasen vor dem Verstecken einfrieren müssen, damit sie nicht wegschmelzen…!

Bobotie Rezept und Foto

Hier auf mehrfache Nachfrage das Rezept, frei nach Schnauze übersetzt aus meinem südafrikanischen Kochbuch “Cook and Enjoy It” von S.J.A. de Villiers, der südafrikanischen Kochbibel schlechthin!

  • 2 Scheiben Toastbrot in 250ml Milch einweichen
  • 2 Zwiebeln in Butter oder Öl anbraten.
  • 1 kg Rinder- oder Lammhack (ich nehme Rinder) dazu und anbraten, nun folgendes dazu:
  • 1 Eßlöffel medium curry powder
  • 1,5 EL Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 0,5 TL Pfeffer
  • 0,5 EL “turmeric”(Kurkuma)
  • 2 EL (Balsamico) Essig
  • 6 geviertelte Mandeln
  • 125ml Rosinen (Korinthen)
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 3 TL Chutney*
  • ausgedrücktes Toastbrot (Milch aufheben!) und 1 Ei untermischen

Hackmischung süß-säuerlich abschmecken, in eine flache Auflaufform füllen, ein Ei in die Milch quirlen, evtl. mit etwas Kurkuma färben und über den Auflauf kippen. Evtl. mit einer längs aufgeschnittenen Banane und/oder Blattmandeln “dekorieren” und ca. 40 Minuten bei 180°C backen, bis der Eiguss gestockt ist.

Mit dem Curry bin ich sehr großzügig, so auch mit Kurkuma. Sehr niedlich finde ich die 6 geviertelten Mandeln im Rezept, da nehme ich immer einen “Schwupp” Blattmandeln.

* Mrs Ball’s Chutney gibt es in allen größeren Supermärkten. Als Ersatz geht auch Aprikosenmarmelade, aber besser ist das Original.

Traditionell isst man “Geelrys” (gelben Reis) dazu:

Reis wie immer (mit Salz) kochen, auf 250 ml Reis 2 Teelöffel Kurkuma hinzufügen, evtl. eine Zimtstange mitkochen, oder mit Zimt würzen. Zum Schluss nach Geschmack Rosinen (Korinthen) dazu und mit Butter und etwas Zucker abschmecken.

Im Winter eignet sich als Beilage warmes Gemüse wunderbar, im Sommer Salat, auf jeden Fall Chutney dazu reichen und/oder Bananen, bei südafrikanischen Freunden standen immer kleine Schälchen mit Kokosflocken, Rosinen, Bananen, (Dosen)Pfirsichen usw. zum “ablöschen” auf dem Tisch.

Viel Spaß und viel Erfolg und ich freue mich auf Rückmeldungen!

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Bobotie nackt, mit Eiguß, im Ofen und was von einem Bobotie übrigbleibt. Ich weiß, jeder Foodfotograf würde mich steinigen…

Wir retten den Regenwald!

So, liebe Naturfreunde. Die Zwillinge, Drittklässler, retten heute Vormittag den Regenwald! Nachdem Begriffe wie Orangutans, Gummi, Latex und Tropenholz, hier im Hause in den letzten Wochen an der Tagesordnung waren, gipfelt es sich heute in einem Flohmarkt. Von dem Erlös kauft die Klasse ein Stück Regenwald. Diverses Kleinkindspielzeug, alte Bücher, Duplo und Pokemonkarten haben wir in die Schule gekarrt. Ich habe gleich Verkaufsdienst von 9-12 und werde versuchen, den köstlich duftenden Streuselkuchen den ich mir jetzt auf der Stelle reinhauen könnte an dem Mann zu bringen.

Haben Sie ein schönes Wochenende da draußen!

Ob Familie Antonmann wohl Curry mag?

(edit: Vielleicht kann Ami, die Mutter des Patenkindes der Frau Antonmann, ja eine Angabe zu Familie Antonmann und der Sache mit dem Curry machen?)

Diese Frage treibt mich seit gestern um. Am Samstag ist es soweit: DüneSieben trifft Frau Antonmann. Und so gleitet eine Frage in die nächste und ich muss etwas weiter ausholen:

Ich bin geborene Südafrikanerin, genauer gesagt Namibierin. Das ist ja sozusagen eins, vor allem zur Zeit meiner Kindheit, als Namibia politisch gesehen, ein verlängerter Arm Südafrikas war. Kulturell und kulinarisch ist die namibische Tradition sehr an die südafrikanische gelehnt. Wobei in Namibia die Deutschen ihre Spuren in jeglicher Hinsicht sehr deutlich in den Sand gedrückt haben. Der Einfachheit halber sage ich aber anfangs oft, dass ich Südafrikanerin bin und erst wenn ich Menschen näher kennenlerne, gehe ich ins (namibische) Detail.

Der Südafrikaner an sich ist sehr gesellig, gastfreundlich und liebt eine große, fröhliche und bunte Runde bei Tisch. Essen steht im Mittelpunkt, ist aber eher einfach gehalten und sehr fleischlastig. Mit einfach gehalten meine ich, dass eben das gesellige Zusammenessen im Vordergrund steht und nicht das komplizierte, vertüddelte Zubereiten der Speisen, das eine gestresste und überforderte Köchin lasch am Tisch hängen lässt. So bin ich aufgewachsen. Rollte Besuch an, wurde im Vorfeld gebacken und gekocht. Das hat Tradition. In diesem riesigen Land, hat man möglicherweise auch eine lange Fahrt hinter sich, ohne die Möglichkeit bei einem goldenen M einzukehren oder eine Bockwurst an der Tanke zu futtern. Die Kehle ist trocken vom Staub und der Magen hängt durch. Es werden leckere Speisen aufgefahren. So einfach ist das.

So auch, wenn die Antonmänner kommen. Sie haben dann zwar keine staubige Fahrt hinter sich, wohl aber eine längere. Und gesellig soll es sein. Und ich kann nunmal nicht anders und überlege mir schon seit einigen Tagen was koch ich bloß?? Zehn Leute sollen satt und möglichst alle Geschmäcker sollen getroffen werden. Und es soll gut vorzubereiten sein.

Gedanklich bin ich bei Bobotie gelandet. Bobotie ist ein Hackauflauf, gewürzt mit (in meinem Fall der Kinder wegen mildem) Curry, leicht süßlich abgeschmeckt und serviert mit gelbem (mit Kurkuma gefärbtem) Reis. Bobotie ist im südlichen Afrika durchaus besuchertauglich, auch wenn es für den europäischen Geschmack fraglich erscheinen mag, Gästen HACK vorzusetzen! Wie ich eben schon sagte, der Südafrikaner is(s)t unkompliziert… Und bei meiner Suche nach einem Bobotie-Foto (warum habe ich, die schon 199mal Bobotie zubereitet hat, eigentlich noch NIE ein Foto gemacht? Das wird, sollte es Bobotie am Samstag geben, aber nachgeholt!), stoße ich im Netz auf allerlei gekünstelte Versionen von Bobotie. Und das soll er nicht sein, der Bobotie! Er soll einfach und bodenständig und nicht gestylt sein.

Zurück zu den Antonmännern: Ich weiß lediglich, dass zumindest die Antonfrauen keine Rosinen mögen, die gehören in beides, in den Bobotie und den gelben Reis, würde ich aber selbstverständlich weglassen. Ich glaube, meinem Mann rollen sich auch jedes Mal leicht die Zehnägel auf, wenn mir Rosinen etwas großzügig in den Reis rutschen, damit muss man wahrscheinlich aufgewachsen sein, mit dieser herzhaft/süßen Note.

Also, liebe Frau Antonmann, sollten Sie nochmal 20 Kronen in einem dänischen Merko versurfen und hier reinlugsen, würden Sie so nett sein und mir zurufen: Curry ja okay, oder nein, geht genau wie Rosinen, gar nicht? Dann würde ich auf Lasagne umsteigen! Und nochwas: Wir freuen uns auf Sie!

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    gegen die Müdigkeit

    Gestern Abend habe ich gegen die bleierne Müdigkeit, die mich derzeit ab 20h00 überfällt, angebacken. Wo ich sonst oft um 20h05 mit Streichhölzern in die Augen auf der Couch hänge, wurde stattdessen das Backbuch aufgeschlagen und es entstanden Peanutbutter-Cookies, nach Art des Hauses: Verfeinert mit einem Hauch Zitronenabrieb (gegen den leicht mucheligen Unterton der Erdnussbutter) und einer guten Handvoll Schokotröpfchen. Mürbe sind sie geworden, mit feinem Geschmack, herrlich buttrig und vor allem: Deren Stunden Tage sind gezählt!!

    Agentur für Arbeit und Schnitzel

    Oder auch Arbeitsamt und Schnipsel:

    • ich würze und paniere schon jetzt die Putenschnitzel, dann geht es nachher schneller, wenn die hungrigen Kindelein neben mir stehen…
    • anschließend melde ich mich ratsuchend…
    • die RestQualitäten der DüneSieben dürfen nicht zu sehr einsanden…
    • Zehn Jahre ach-so-erfolgreiche Managerin des berühmten kleinen Familienunternehmens reichen dann auch…
    • wie jubel ich der nicht-Blattalat-essenden Tochter auch mal einen Salat unter?
    • wer will eigentlich noch so eine wie mich einstellen, nach 10 Jahren nur Haushalt auf’m Buckel?

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