Archiv der Kategorie 'Menschen'

Namibia Flagge

Ab und zu sichte ich ein Auto mit einem Namibia-Sticker. Selten, aber es kommt schon vor. Ich vermute, das sind dann meistens Leute, die mal in Namibia geurlaubt haben, oder aber die Surfer, die dort schonmal im eisigen Wasser eine Runde gedreht haben. Selbstverständlich prangt an meinem Auto einer. Viele Namibier gibt es nicht in meinem Umfeld, die wenigen kenne ich. Meine ich zumindest. Ich hoffe ja immer noch auf DIE totale Überraschung: Ein Namibia-Sticker vor mir, ich dräng winke das Auto von der Autobahn und heraussteigt ein(e) alte(r) Bekannte(r) Was du hier in Kiel? - Ja, schon seit 15 Jahren! Hach, das wär doch was!

Gerade neulich hatte ich wieder ein Auto mit Namibia-Sticker vor mir. Ich nahm die Verfolgungsjagd auf fuhr hinterher, ohne total von meinem geplanten Kurs abzuweichen und während ich so hinter dem Sticker her eier, frage ich ich mich die ganze Zeit was zum Kuckuck mit dieser Flagge los ist - bis mir schwant, dass sie auf dem Kopf ist. Das Sonne, welche oben links scheinen soll, hing unten rechts. Es hat meine namibische Seele total gekränkt. Nee, nee, so nicht liebe Namibia-Urlauber! Einmal dorthin juckeln und sich dann den Aufkleber verkehrt rum auf den alten schraddeligen Golf bappen. Beim Überholen stellte sich heraus, was ich vermutet hatte: eine Dame, deutlich älteren Semesters, die gar nicht wusste, ob sie kam oder ging auf mein freundliches Winken null eingegangen ist.

Namibia (Flagge und Hymne)

Antonmannsches Dünentreffen

Gefühlter Frühling, zumindest was den Putz- und Aufräumfaktor der Familie DüneSieben angeht. Heute wurde der Wohnwagen endgültig schick-schick gemacht und andere uninteressante Dinge erledigt, die gemacht werden müssen, wenn man Haus-, Auto- und Gartenbesitzer ist.

ABER deswegen habe ich heute Abend nicht die Kiste angeschmissen, sondern um vom Antonmannschen Besuch zu erzählen! Es war schon ein irres Gefühl, Menschen kennenzulernen, die man “nur” aus dem Netz kennt. Meine Knie waren etwas wackelig, aber nach wenigen Minuten war klar, dass es passt, dieses antonmannsche Dünentreffen! Wir plauderten drauflos, die Männer fanden einen Draht zu einander, Lotta und meine Große haben sich eine halbe Stunde über den Tisch beäugt, um dann nahtlos die Freundschaft für’s Leben zu schließen. Mama weißt du hieß es gestern Abend im Bett Lotta ist NOCH netter als meine allerbeste Freundin! Dass sich die Euphorie etwas im Alltag abschleifen würde, habe ich ihr nicht gesagt. Momentan schwebt sie nämlich auf Wolke Sieben und mir geht es ähnlich! Liebe Frau Antonmann, würden Sie Ihrer Lotta bitte ausrichten, dass die Große ihr Handy verloren hat gggrrrrr! und dass der geplante SMS Verkehr der beiden vorerst auf Eis gelegt werden muss. Und bitte, liebe Bloggerwelt, drückt die Daumen für ein baldiges Wiederfinden des Mobiltelefons.

Wenn ich die Stunden mit den Antonmanns kurz beschreiben müsste, dann würde ich es in Momentaufnahmen machen: Frau Antonmann mit dem ulkigen Anton auf dem Schoss, der mit Brötchenpopeln kämpft (war der Kommentar des DüneSiebenManns die schimmeln irgendwann und lösen sich dann auf hilfreich?), Sohnemann und Koppi, die Holzschwerter schwingend durchs Haus toben, die beiden großen Mädels, intensiv ins Gespräch vertieft auf der Couch, zum Schluss ALLE Kinder giggelnd auf der Couch, Essen, viel Essen auf dem Tisch und irgendwo in dem leichten Chaos, die Herren Antonmann und DüneSieben ins Gespräch vertieft. Das war noch nicht alles, das muss wiederholt werden!

Ballerinas vs Erziehung

Da habe ich bei all dem Quergelese hier, hier, hier und hier über die Erziehung des Nachwuchs’ doch fast eine gänzlich andere Diskussion verpasst! Die um die Ballerinas!

Zur hitzigen Diskussion um Gewalt in der Erziehung bleibt mir nur noch zu sagen: Nichts wird heftiger diskutiert, als das (Wohl des) Kind(es). Und so sollte es auch sein. So reflektiert man sich selbst immer wieder und wessen Weg ist schon so perfekt und fehlerfrei, dass er/sie das nicht ab und zu mal tun sollte? Irgendwo habe ich in den Kommentaren gelesen, dass ein Erziehungsstil dann annähernd der richtige ist, wenn er mit Liebe gedeckelt/ummantelt ist. Ich glaube Mudder Seemann hat es so ähnlich ausgedrückt und hoffe, dass ich damit nicht eine neue Welle heranzüchte.

Und nun zu den Ballerinas: NOCH habe ich keine, aber jetzt erst recht sicherlich bald! Ist es mit den Ballerinas nicht so ein entweder-man-liebt-oder-hasst-sie, aber nichts dazwischen-Ding? Ja, sie können Panne aussehen. Ja, frau muss geschickt kombinieren. Ja, sie haben in Kombination Legging/gewisses Alter/nicht mehr ganz knackige Beine einen peinlichen Beigeschmack. Aber ich als 1,76m Frau war schon immer ein Freund von flachen Schuhen und habe letzten Sommer nur deswegen widerstanden, weil mein vielreisender Mann mir sehr eindrucksvoll erzählt hat, dass in ganz Europa Jung und Alt in diesen “äztenden” Ballerinas rumstackst! Aber diesen Sommer sind sie fällig und ich werde berichten…

So, Leute und jetzt alle wieder husch husch in ihre Körbchen Blogs und besinnen wir uns auf das, was uns alle verbindet: unseren Humor!!

Die Sache mit den zwei Familien

Ich finde, dass ich zwei Familien habe. Meine Ursprungsfamilie, die da wären Vater, Mutter und zwei (ältere) Brüder. Und meine “richtige” Familie, Mann und drei Kinder.

Meine Ursprungsfamilie bezeichne ich jedoch nicht als Verwandtschaft, sondern eher als Urspung. Es sind zwei verschiedene Kreise, die natürlich oft verschmelzen, aber die ich im Grunde doch getrennt handhabe. Ich verhalte mich auch unterschiedlich in den verschiedenen Familienkreisen. In der Ursprungsfamilie herrscht ein anderer Humor. Es gibt Witze, angedeutete Witze, Wörter und Phrasen, wo wir uns nur angucken und losprusten und die Angeheirateten ziehen lediglich eine Augenbraue hoch. Es gibt Emotionen und Haltungen, die urspungsfamilientypisch sind, eine gewissen Emotionalität, die ich bei meinen Eltern und Brüdern beobachte, bei den Angeheirateten jedoch nicht oder ganz anders. Manches aus der Ursprungsfamilie habe ich abgelegt und bin froh darüber. Und kämpfe dagegen an, wenn ich mit der Ursprungsfamilie zusammen bin und die Verlockung groß ist. Man prägt und erzieht sich ja gegenseitig. Und dann kommen noch die Rollen dazu, die man in den Familien eingenommen hat und nie so richtig loswird. Ich werde wohl immer “die Kleine” bleiben, auch wenn ich selbst einmal Enkel habe…

Ich brauche beides - ganz klar die jetzige Familie, aber auch die Urspungsfamilie. Ich brauche es, ab und zu mit einem meiner Brüder zu telefonieren und zur Begrüßung kostbares Geld zu verschwenden und erstmal eine Minute nur “wiehern” - eine Eigenart, die einer mal angefangen hat und die uns aneinander bindet. Ich brauche die morgendliche SMS meiner Mutter, mit Wetterbericht, was gerade im Garten blüht, ob die Sonne schon scheint und was sie und mein Vater an belanglosen Dingen so vorhaben. Ich brauche die Berichte der Schwägerinnen aus Namibia über die frechen Aussprüche meiner Neffen und Nichten. Das alles erfüllt mich mit Leben und zeigt mir, dass ich nicht nur hier und jetzt, in der jetzigen Familie einen Platz erfülle, sondern dass die Ursprungsfamilie auch noch aktiv ist.

was machen mit den Sachen

die einem auf der Seele brennen, man sich aber aus Pietätsgründen nicht traut, sie zu bloggen? Ich drohe bisweilen zu platzen an Dingen, die ich NICHT schreiben kann. Weil es Geschichten des Lebens sind, welches sich genau unter meiner Nasenspitze abspielt. Und es sind Dinge, die mich richtig bewegen, richtig aufregen oder richtig wundern. Und ich kann so schlecht verschlüsseln, dann käme es nur mau rüber.

Das beschäftigt mich gerade sehr!

(Es lesen nur ganz wenige aus meinem privaten Umfeld hier mit. Es weiß auch nur eine Freundin von meinem Blog - hallo, B.! - aber was ist, wenn es doch mal rauskommt und sie wälzen sich hier durchs Archiv? Oder bin ich nur einfach nicht balls genug?)

Ich hab da mal ‘ne Frage

Wer ist Mrs. Burns?

Ich meine, ich war eine Weile weg vom Fenster. Mittlerweile kann ich ein paar Minütchen sitzen, aber nicht lange genug, um die Blogs zu durchforsten, auf der Suche nach der Entstehung von Mrs. Burns. Ich ahne nur, dass es was mit Ami zu tun hat.  Ist es nun Ami herself, oder doch eher Lilly? Und hat es was mit dieser allgemeinen Rotzerei zu tun?

Ich lese Euch

Frau Antonmann hat mich an ihr Herz gedrückt. Ich fühle mich geehrt und beflügelt, hier ein paar meiner Favoriten kundzutun. Schwierig, schwierig. Ich lese viele Blogs so gern, aber hier ein Versuch, die Runde etwas einzugrenzen:

Erst einmal den Ball das Kompliment zurück an Frau Antonmann. Ja, ich lese sie gern, der von ihr schon genannten Gemeinsamkeiten wegen.

Ami. Auch wenn ihre Kinder einiges jünger sind als meine eigenen, so ist mir die anstrengende Zeit mit den ganz kleinen Monstern noch sehr lebhaft in Erinnerung. Dass man nicht genügend Arme, Hände, Füsse, Finger, Stimmen, Köpfe, Rücken… hat, um die Kinder zu füttern, tragen, in den Schlaf zu schuckeln, beruhigen, vorzusingen…, kenn’ ich noch sehr gut! Und ihre schwarzhumoristische Art, über das Abenteuer Leben zu berichten, ist jeden Tag aufs Neue eine Freude und einen Lacher wert!

das Miest. Sie lese ich seit der ersten Blogstunde. Täglich. Ihre Kinder sind im Alter von meinem Sohnemann. Was sie schreibt, macht Sinn, für mich zumindest. Und ihre Fotos sind genial. Zudem war sie zumindest im alten Blog meine treue Kommentator-Seele!

Stilke. Ich mag ihren Schreibstil und halte die Daumen, dass sie bald dazu kommt, sich endlich mal aufzuhübschen wieder durchzuatmen.

Tertia. Bei ihr ging es anfangs um Unfruchtbarkeit, nun hat sie zwei tolle Kinder. Außerdem lese ich dort so viel über die Stadt meines Herzens, Kapstadt. Meine Dosis tägliches Südafrika!