Wegen Hitze in Schleswig Holstein und weil es in Namibia so gut wie keine Erdbeeren gibt, gab es heute Mittag selbige für den Besuch. Mit Schlagsahne oder/und Milch. Da sind 2 kg Erdbeeren weg wie nix.
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Das DüneSiebensche Haus platzt aus allen Nähten. Fast, zum Glück ist es groß. Die Familie aus Namibia ist angerückt und seit gestern knallen Türen und Proseccokorken, ist der Fußboden übersät mit angefangen und hastig wieder ab gebrochenen, weil doch bessere Idee, Gesellschaftsspielen, der Geschirrspüler läuft gefühlt non-stop, es steht immer etwas zu Essen auf dem Eßtisch plus eine Kaffee und Teekanne. Der erste Spargel an Rauchfleisch aus Namibia gestern Abend hat vorzüglich gemundet, der Besuch probiert sich durch die deutschen Biersorten, die Kinder, obwohl sie alle deutsch sprechen, bemerken doch feine Unterschiede. So nennen die Namibiakinder einen Spray auch wirklich einen Spray und nicht einen Schpree, die Schwägerin sucht nach einem Tupperware und nicht nach einer Tupperdose, Weelahn nennen sie kurz wireless, ein Henndie ist ein cellphone und ein Kombi ist bei denen ein VW Bus. Ich bin etwas konfus, fühle mich doch auf beiden Seiten zu Hause. Aber unterm Strich sprechen wir ja alle die selbe Seelen Familiensprache.
Und morgen helfen sie mir alle, 39 zu werden. Ich tauch mal wieder unter! Haben Sie ein schönes sonniges Wochenende da draußen in Nord und Süd.
Ab und zu sichte ich ein Auto mit einem Namibia-Sticker. Selten, aber es kommt schon vor. Ich vermute, das sind dann meistens Leute, die mal in Namibia geurlaubt haben, oder aber die Surfer, die dort schonmal im eisigen Wasser eine Runde gedreht haben. Selbstverständlich prangt an meinem Auto einer. Viele Namibier gibt es nicht in meinem Umfeld, die wenigen kenne ich. Meine ich zumindest. Ich hoffe ja immer noch auf DIE totale Überraschung: Ein Namibia-Sticker vor mir, ich dräng winke das Auto von der Autobahn und heraussteigt ein(e) alte(r) Bekannte(r) Was du hier in Kiel? - Ja, schon seit 15 Jahren! Hach, das wär doch was!
Gerade neulich hatte ich wieder ein Auto mit Namibia-Sticker vor mir. Ich nahm die Verfolgungsjagd auf fuhr hinterher, ohne total von meinem geplanten Kurs abzuweichen und während ich so hinter dem Sticker her eier, frage ich ich mich die ganze Zeit was zum Kuckuck mit dieser Flagge los ist - bis mir schwant, dass sie auf dem Kopf ist. Das Sonne, welche oben links scheinen soll, hing unten rechts. Es hat meine namibische Seele total gekränkt. Nee, nee, so nicht liebe Namibia-Urlauber! Einmal dorthin juckeln und sich dann den Aufkleber verkehrt rum auf den alten schraddeligen Golf bappen. Beim Überholen stellte sich heraus, was ich vermutet hatte: eine Dame, deutlich älteren Semesters, die gar nicht wusste, ob sie kam oder ging auf mein freundliches Winken null eingegangen ist.

Hat jemand da draußen Erfahrungen mit Selbstbräunungs Badieloschin? Normalerweise war ich um die Zeit gerade in Namibia und trage schon die erste zarte Bräune stattdessen habe ich mich, ähnlich wie Frau Wortteufel, den Chirurgen hingegeben. Dem ist dieses Jahr nicht, meine Sommersprossen prangen auf bleicher Haut. Bevor ich mal wieder einen totalen Spontankauf hinlege, würde ich mich über Tipps meiner werten Leserschar (öhöm!) freuen.
Ostern in der Schwebe
Veröffentlicht März 19, 2008 Befinden , Essen&Trinken , Familienleben , Namibia , Was ich vermisse 1 KommentarManche haben ja schon den kompletten Menüplan für Ostern im Kopf. Ich habe noch nicht mal eine Ahnung, wo wir Ostern überhaupt sein werden… Ob frierend an eine Grillwurst geklammert vor dem Wohnwagen in DK oder - angesichts DIESER Wettervorhersage -
| Trend für die Region Thisted | ||||||||||||||||||||||||||
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doch zu Hause, wo es nicht sonderlich “wämer” sein soll, aber immerhin haben wir es hier behaglich. Also: gewinnen Grillwurst, Punsch und alles wärmende im Wohnwagen, oder wird es eher stilvoll im Hause DüneSieben mit Lamm, Rotwein und Marzipaneiern? Jedenfalls wäre ich gern nur einmal im Leben so gut organisiert und hätte einen Menüplan für vier Tage im Voraus in der Tasche…!Der DüneSiebenMann sieht es sehr gelassen, ich wollte gestern Abend eine Aussage aus ihm rauszwingen, sein Kommentar dazu et kümmt wie et kümmt.
Übrigens, in meiner Heimat sieht es wettertechnisch so aus:
| Vorhersage für die Region Walvis Bay | ||||||||||||||||||||||||||
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Da werden sie wohl alle Schokohasen vor dem Verstecken einfrieren müssen, damit sie nicht wegschmelzen…!
Ob Familie Antonmann wohl Curry mag?
Veröffentlicht März 13, 2008 Essen&Trinken , Familienleben , Früher , Namibia , vom bloggen und Bloggern 18 Kommentare(edit: Vielleicht kann Ami, die Mutter des Patenkindes der Frau Antonmann, ja eine Angabe zu Familie Antonmann und der Sache mit dem Curry machen?)
Diese Frage treibt mich seit gestern um. Am Samstag ist es soweit: DüneSieben trifft Frau Antonmann. Und so gleitet eine Frage in die nächste und ich muss etwas weiter ausholen:
Ich bin geborene Südafrikanerin, genauer gesagt Namibierin. Das ist ja sozusagen eins, vor allem zur Zeit meiner Kindheit, als Namibia politisch gesehen, ein verlängerter Arm Südafrikas war. Kulturell und kulinarisch ist die namibische Tradition sehr an die südafrikanische gelehnt. Wobei in Namibia die Deutschen ihre Spuren in jeglicher Hinsicht sehr deutlich in den Sand gedrückt haben. Der Einfachheit halber sage ich aber anfangs oft, dass ich Südafrikanerin bin und erst wenn ich Menschen näher kennenlerne, gehe ich ins (namibische) Detail.
Der Südafrikaner an sich ist sehr gesellig, gastfreundlich und liebt eine große, fröhliche und bunte Runde bei Tisch. Essen steht im Mittelpunkt, ist aber eher einfach gehalten und sehr fleischlastig. Mit einfach gehalten meine ich, dass eben das gesellige Zusammenessen im Vordergrund steht und nicht das komplizierte, vertüddelte Zubereiten der Speisen, das eine gestresste und überforderte Köchin lasch am Tisch hängen lässt. So bin ich aufgewachsen. Rollte Besuch an, wurde im Vorfeld gebacken und gekocht. Das hat Tradition. In diesem riesigen Land, hat man möglicherweise auch eine lange Fahrt hinter sich, ohne die Möglichkeit bei einem goldenen M einzukehren oder eine Bockwurst an der Tanke zu futtern. Die Kehle ist trocken vom Staub und der Magen hängt durch. Es werden leckere Speisen aufgefahren. So einfach ist das.
So auch, wenn die Antonmänner kommen. Sie haben dann zwar keine staubige Fahrt hinter sich, wohl aber eine längere. Und gesellig soll es sein. Und ich kann nunmal nicht anders und überlege mir schon seit einigen Tagen was koch ich bloß?? Zehn Leute sollen satt und möglichst alle Geschmäcker sollen getroffen werden. Und es soll gut vorzubereiten sein.
Gedanklich bin ich bei Bobotie gelandet. Bobotie ist ein Hackauflauf, gewürzt mit (in meinem Fall der Kinder wegen mildem) Curry, leicht süßlich abgeschmeckt und serviert mit gelbem (mit Kurkuma gefärbtem) Reis. Bobotie ist im südlichen Afrika durchaus besuchertauglich, auch wenn es für den europäischen Geschmack fraglich erscheinen mag, Gästen HACK vorzusetzen! Wie ich eben schon sagte, der Südafrikaner is(s)t unkompliziert… Und bei meiner Suche nach einem Bobotie-Foto (warum habe ich, die schon 199mal Bobotie zubereitet hat, eigentlich noch NIE ein Foto gemacht? Das wird, sollte es Bobotie am Samstag geben, aber nachgeholt!), stoße ich im Netz auf allerlei gekünstelte Versionen von Bobotie. Und das soll er nicht sein, der Bobotie! Er soll einfach und bodenständig und nicht gestylt sein.
Zurück zu den Antonmännern: Ich weiß lediglich, dass zumindest die Antonfrauen keine Rosinen mögen, die gehören in beides, in den Bobotie und den gelben Reis, würde ich aber selbstverständlich weglassen. Ich glaube, meinem Mann rollen sich auch jedes Mal leicht die Zehnägel auf, wenn mir Rosinen etwas großzügig in den Reis rutschen, damit muss man wahrscheinlich aufgewachsen sein, mit dieser herzhaft/süßen Note.
Also, liebe Frau Antonmann, sollten Sie nochmal 20 Kronen in einem dänischen Merko versurfen und hier reinlugsen, würden Sie so nett sein und mir zurufen: Curry ja okay, oder nein, geht genau wie Rosinen, gar nicht? Dann würde ich auf Lasagne umsteigen! Und nochwas: Wir freuen uns auf Sie!
Und schon wieder ein Foto, das ich an diesem grauen verregneten düsteren nassen ekligen Donnerstag durchaus stimmungsaufhellend finde…
(Das Gute am Norden ist ja, dass durchaus heute Nachmittag die Sonne scheinen kann!)
edit … und ich höre per SMS von meiner Mutter, dass es bei denen so heiß und schwül ist. Und dass sie deswegen kaum schlafen konnten und heute Morgen um 7 Uhr schon 31°C hatten. Das nur mal so am Rande, der Wettergott kann es ja auch nicht allen recht machen. Und ich glaube, meine Hoffnung, die Sonne heute nochmal zu sehen, hat sich erledigt. Feuer statt dessen den Ofen an und leg schonmal einen schönen Rotwein raus für heute Abend.
Päckchen von/nach Namibia schicken ist ein nicht nur teures Unterfangen, sondern vor allem auch ein unsicheres. In Namibia haben viele Sachen einen ganz anderen Wert und so wittern viele fette Beute in Päckchen aus dem/ins Ausland. Da meine Mutter aber uns nur zu gern mit Kleinigkeiten erfreut, hat sie eine echte Spürnase entwickelt, für Gelegenheiten mit wildfremden Leuten, die nach Deutschland fliegen, eine Kleinigkeit “für die Kinder” mitzuschicken. In den Päckchen ist meist Naschkram für die Enkelkinder (die armen kriegen ja hier nichts!), Schlüsselanhänger (ganze Schubladen habe ich von dem Zeugs!), Postkarten mit Zebra-, Löwen oder Elefantenbabys, oder so Schnickeldi wie neulich ein paar Mokkalöffel aus ihrem Silberbesteck, das ich nach und nach erbe und wir als Espressolöffel mißbrauchen. Solche Päckchen sind herrlich! Der Duft allein ist der Hammer, ich rieche Namibia und freue mich immer über ein paar handgeschriebene Zeilen meiner Mutter…
Letzte Woche war es wieder so weit: Neben Nik Naks (kein Vergleich mit den hiesigen NikNaks), Smarties Mini Eggs, Gewürzen und dem obligatorischen Schlüsselanhänger, waren auch 20 Euro drin. Für die Kinder, damit ich ihnen in ihrem Namen eine Kleinigkeit kaufen kann zur Belohnung für deren Hilfe während meiner OP Zeit. Rührend. Das kann nur eine Vollblut-Oma.
Wir, das heißt das kranke Huhn die kleinere Tochter, Sohnemann und der Kater (ich kann das nicht mit ansehen, wie Namibia einen übergebraten bekommt!) gucken Africa Cup: Namibia-Marokko. Nachdem Namibia gleich in der ersten Minute das erste Tor einkassieren musste, waren die Erwartungen nicht allzu hoch. Eben kam Sohnemann strahlend an mit der Botschaft: “Wir haben ein Tor geschossen”! Namibia-Solidarität bis in die Fingerspitzen…
Spuren im Sand