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Namibia Flagge

Ab und zu sichte ich ein Auto mit einem Namibia-Sticker. Selten, aber es kommt schon vor. Ich vermute, das sind dann meistens Leute, die mal in Namibia geurlaubt haben, oder aber die Surfer, die dort schonmal im eisigen Wasser eine Runde gedreht haben. Selbstverständlich prangt an meinem Auto einer. Viele Namibier gibt es nicht in meinem Umfeld, die wenigen kenne ich. Meine ich zumindest. Ich hoffe ja immer noch auf DIE totale Überraschung: Ein Namibia-Sticker vor mir, ich dräng winke das Auto von der Autobahn und heraussteigt ein(e) alte(r) Bekannte(r) Was du hier in Kiel? - Ja, schon seit 15 Jahren! Hach, das wär doch was!

Gerade neulich hatte ich wieder ein Auto mit Namibia-Sticker vor mir. Ich nahm die Verfolgungsjagd auf fuhr hinterher, ohne total von meinem geplanten Kurs abzuweichen und während ich so hinter dem Sticker her eier, frage ich ich mich die ganze Zeit was zum Kuckuck mit dieser Flagge los ist - bis mir schwant, dass sie auf dem Kopf ist. Das Sonne, welche oben links scheinen soll, hing unten rechts. Es hat meine namibische Seele total gekränkt. Nee, nee, so nicht liebe Namibia-Urlauber! Einmal dorthin juckeln und sich dann den Aufkleber verkehrt rum auf den alten schraddeligen Golf bappen. Beim Überholen stellte sich heraus, was ich vermutet hatte: eine Dame, deutlich älteren Semesters, die gar nicht wusste, ob sie kam oder ging auf mein freundliches Winken null eingegangen ist.

Namibia (Flagge und Hymne)

Der Zopf

Nun geht es also wieder los. Kaum sind die Haare über die Ohren gewachsen, werden sie auf Krampf in einen Zopf gesperrt. Ich komme mir vor, wie früher in der Grundschulzeit. Mama, darf ich meine Haare wachsen lassen? Ja, ich habe in der Tat um Erlaubnis gefragt, die Haare wachsen zu lassen. Und bin prompt 3 Tage später mit “Zöpfen” in die Schule. Meine Mutter hat es zwar immer erlaubt, aber immerhin, ich habe gefragt. Hängt sicherlich damit zusammen, dass wir Schultracht hatten und die Haare ab einer gewissen Länge halt zu einem Zopf binden mussten. Lange oder auch nur längere Haare bei den Jungs gab es nicht. Wurde alles regelmäßig kontrolliert. Auch Schminken und Nagellack war tabu, aber einem gewissen Alter allerdings war wenigstens durchsichtiger erlaubt. Grenzt schon ein wenig an ein Wunder, dass ich mir mit 19 nicht alles gleichzeitig ins Gesicht geklatscht habe…

Na, Frau Ami neidisch? Aber soll ich Ihnen mal was sagen: ich habe schon wieder dieses altbekannte Ziepen am Hinterkopf und meine Haare sind ja nun weiß Gott noch nicht lang.

Südafrikanische Musik (2)

Ich sehe mich, uns, da in unserer WG am Fuße des Tafelbergs. Die WG bestand aus zwei meiner immer noch besten Freundinnen und mir. Menschen, Partner kamen und gingen. Wir experimentierten mit Männern, Parties, Rotwein, Lernen, Hasch, Unis und dem Leben überhaupt. Manchmal frage ich mich, wie wir da mehr oder weniger heil raus gekommen sind. Es war, wie ich meinen Eltern so gern entgegenhielt, fragten sie mich am Ende des Jahres nach Erfolgen beim Studium, eine Lehre fürs Leben im wahrsten Sinne des Wortes. Wir waren unseren mehr oder weniger deutsch geprägten Umgebungen und Familien und dem Muff der Regierungsschulen entkommen und genossen nun die große Freiheit, fernab (16 000km entfernt in meinem Fall) der Heimat.

Gleichzeitig war es die Zeit des (politischen) Umbruchs in Südafrika und im südlichen Afrika überhaupt. In die eine oder andere Demo hatte ich meinen großen Zeh gehalten, nur um dann schnell verängstigt zurückzuziehen. Ich war ja auch viel zu naiv und unwissend. Wir waren so behütet aufgewachsen und betrachteten die Dinge mit großer Distanz. Erst Jahre später habe ich kapiert, was da um mich herum, direkt unter meiner Nasenspitze, passiert ist.

Wenn Menschen in einem System gefangen sind, drücken sie es oft in Musik aus. So auch Koos Kombuis. Rückblickend das Aushängeschild südafrikanischer Musik der 90er Jahre. Ich werde es nicht schaffen, Ihnen Koos Kombuis nahe zu bringen, höchstens den Mitlesenden mit einem südafrikanischen Draht, einen backflash zu bescheren. Koos Kombuis ist ein Künstlername. Koos ist ein Allerweltsname wie Peter. Kombuis heißt Küche. Koos Kombuis ist ein Dichter, ein Querdenker, ein Einzelgänger, ein ewig Leidender, ein Barfuß durch den Regen Gehender. Sensibel bis in die Fingerspitzen, ein Filter für die Umstände der damaligen Zeit. Er sang von dem und gegen das “System“. Nicht so richtig öffentlich, stand er doch unter Beobachtung wegen seiner kritischen Äußerungen. Aber auf kleineren Studentenkonzerten in Stellenbosch oder vornehmlich in verruchten, verrauchten Kneipen in Kaptstadt, wo der Rotwein in großen Saftgläsern ausgeschenkt wurde. Wir waren fasziniert von diesem damals noch dürren, ausgemergelten Mann, dem die schmuddelige Jeans um die Hüften schlabberte und der stets eine Wollmütze trug. Noch faszinierter waren wir, als ich ihn mehrfach in unserem Corner Cafe sah, wo er sich einen halben Liter Milch holte und an der Straße in einem Zug austrank. Er lebte in der gleichen Straße wie wir, da wo die Straße sich steil den Lion’s Head hochschlängelte…

Und nun kommt mein größtes Dilemma: Er hat ein wunderschönes Lied geschrieben, das genau diese Atmosphäre der späten Achtziger und frühen Neunziger in Kapstadt in sich hat. Und ich finde kein vernünftiges Video, das ich hier einstellen kann. Das Lied, “Lisa se Klavier”, ist für mich eines der schönsten Lieder überhaupt. Er steht in dem Lied auf Lisas Balkon, mit einem Aprikosentee in der Hand und schaut raus in die dunkle Kapstädter Nacht, den Tafelberg, das schwarze Meer, die Lichter in der Dunkelheit und Lisas Klavierspiel dringt hinaus auf die Straße, auf der die Obdachlosen (hier “Bergies” genannt, von wegen “die am Berg lebenden”) tanzen. Und Lisa kann nicht aufhören zu spielen. Wenn ich dieses Lied höre, stehe ich wieder auf dem Balkon in Tamboerskloof und schaue raus in die dunkle Nacht, auf den angestrahlten Tafelberg. Am nächsten Morgen werde ich geweckt vom durchdringenden Aufruf zum Gebet vom Signal Hill für das nahegelegene Malay Quarter. Und ich bin wieder 20 oder 21 Jahre alt und bin verwirrt vom Leben, verworren, habe alles vor mir und schon vieles hinter mir. Habe meine besten Freundinnen und Freunde, meine Menschen, die mir noch so viel bedeuten werden im Leben um mich herum und trotzdem - bin ich allein.

So gern ich hier eine schlechte Version von “Lisa se Klavier” posten würde - ich würde das schöne “Lisa se Klavier” raushören, aber nur, weil ich es eben kenne - hier nun ein aktuelleres von einem zur Ruhe gekommenen, fülligeren Koos Kombuis zusammen mit dem Niederländer Stef Bros. Sie hören Afrikaans und Sie spüren vielleicht ein wenig Afrika. “Avondland” (Abendland), die toekoms lê in Afrika. Die Zukunft lieg in Afrika.

generationgap

Oder in nicht-denglisch: Eine Generationslücke ist es wohl, wenn ich die Brut durchs frühlingserwachende Kiel chauffiere, U2 mit “One” (in meiner Lieblingsversion mit Mary J. Blidge - Hammer, die Frau!) im Radio kommt, ich lauthals mitgröhle und Sohnemann (ansonsten sehr musikinteressiert, aber halt nur der neumodische Kram) sagt bitte mach mal das Radio leiser, das ist mir jetzt gerade zu laut.

Raubtier Reh

Da legt man einen neuen Garten an, plagt sich ab, hat abends von der Gartenarbeit Rückenschmerzen, kauft einen gesamten Pflanzenmarkt leer, nur um heute Morgen zu meinen, man hätte Halluzinationen mit Tränen in den Augen festzustellen, dass die Rehe in der Nacht mal kurz tabularasa gemacht haben. Vier Obstbäume und diverse Frühlingsblüher mussten dran glauben. Und außerdem ist der ganze Rasen vollgekackt. Bambi… wenn ich dich erwische!

Mama, wir brauchen für morgen …

Meine Kinder brauchen andauernd Sticknadeln für die Schule. Stumpfe Sticknadeln, dicke Sticknadeln, dünne Sticknadeln, Sticknadeln mit Spitze. Sticknadeln am laufenden Bande. Die Kombination Sticknadeln und ungeschickte, nicht-nähende Mutter ist nicht von Vorteil für die Kindelein. Ich habe mich mal bewaffnet mit Sticknadeln, aber die sind über die Jahre alle verschwunden. Als am Montag die Ansage der Zwillinge kam “Mama für Donnerstag brauchen wir jeder eine stumpfe und eine spitze Sticknadeln” platzte mir fast der Kragen. Ich meinte, sie sollten ihre Sticknadeln selbst suchen oder aber in der Schule gucken. Da müsste mittlerweile ein ganzer Haufen von DüneSieben Sticknadeln liegen. Oh, wären Sticknadeln nur nicht so dünn und könnte man sie beschriften… So ‘ne Sticknadel geht ja auch fix verloren. Auch wenn man sie in ein Haushaltstuch steckt, so wie ich es von der ordentlichen Schwiegermutter gelernt habe. Jedenfalls ist mir dieses Thema Sticknadeln für Donnerstag total entfallen. Eben steht das Zwillingsmädchen vor mir, plinkert mit den Augen und meint du Mama, wir brauchen für morgen jetzt doch keine Sticknadeln, sondern jeder einen Hammer und 30mm Nägel! Da hatte die Lehrerin zum Glück ein Erbarmen. Und wenn wir etwas haben in diesem Haus, dann sind es Nägel. Und Hammer. Auch wenn es Mädchenhammer sind zum Teil, wie ich mir neulich vom DüneSiebenMann anhören musste. Aber auch ein Mädchenhammer kann einen Nagel in die Wand dreschen. Oder was immer sie in der Schule mit Hammer und Nägeln vorhaben.

(Ich weiß, das ist bestimmt ein Post der in die Kategorie “Beiträge die die Welt nicht braucht” fällt. Sorry. Mehr ist nicht drin zur Zeit. Und solche Dinge beschäftigen eine Mutter halt.)

Edit: Auf meine Frage eben gerade Und, was habt Ihr denn nun mit den Hammern und Nägeln gemacht in der Schule? kam ein Wir haben gehämmert, aber was dürfen wir nicht sagen! (Ist was im Anmarsch? Arbeiten sie schon auf Muttertag hin?)

Marten-Levin jetzt auch hier

Mit ihrer Marten-Levin Geschichte hat Frau Wortteufel so richtig reingehauen. Ich hätte so viel dazu zu sagen gehabt, dass ich gar nicht kommentiert habe, sondern einen Antwort-Beitrag darauf schreiben wollte, für den ich dann keine Zeit hatte. Nun hat auch Ami sich dazu geäußert und somit brodelt es in mir noch mehr.

Ich kenne die Marten-Levins. Ich hatte sie als Nachbarn, ich hatte sie als Freunde meiner Kinder, ich hatte und habe sie im Bekanntenkreis, vor allem aber haben meine Kinder alle etwas von Marten-Levin in sich und (man stelle sich Hape Kerkelings Tonfall vor!) - jetzt kommt’s - ich hatte und habe oft etwas von Marten-Levins Mutter!

Ich kann meine Hand dafür ins Feuer legen, dass ich in diversen Supermärkten, in vielen H&M’s, auf vielen Kieler Wochen, in vielen Badaustellungen, auf vielen Parties, ganz zu schweigen von Langstreckenflügen nach Namibia, oder sonstwo, wo Kinderlose halt (zu Recht, oder Unrecht, dass ist für mich immer die Frage) erwarten, dass sie ihre Ruhe haben, meine Mitmenschen in die Tischkante habe beißen lassen mit meinen drei “unmöglichen Blagen”!

Ich kann jedoch versichern, dass ich es BEMERKT habe. Denn die größte Pein haben meine drei Marten-Levins, mir, der Mutter und Verantwortlichen, besorgt, in solchen Situationen, die ein Augenrollen nach sich gezogen haben. Ich habe drei Kinder in zwei Jahren bekommen, ja die Große war noch nichtmal zwei Jahre alt, als wir mit Zwillingen bestraft beschenkt wurden. Auch ich hatte nicht nur zwei Wickelkinder (wie so einige Bloggermamas unter uns zur Zeit) sondern gleich drei der Sorte! Juphei, bei uns war Stimmung! Und damit das Fass so richtig schön ins Schwappen kommt und beinah-beinah überläuft kam dann nach einem halben Jahr auch noch die Hydrocephalus-Diagnose bei der Zwillingstochter hinzu. Das erzähle ich nicht, um Mitleid zu schinden, sondern um zu zeigen, dass ich auch mal an der Front war und nicht nur aus der vielleicht überheblichen Sicht einer “Ich-bin-da-durch-Mutter” spreche. Meine Marten-Levins Kinder sind jetzt elf und 2x neun.

Was mir und uns als Eltern in den Jahren geholfen hat, war Routine. Routine war das A und O. Routine bedeutet aber auch wenig Flexibilität. Es bedeutet, zwar mit der Kinderschar zu beispielsweise einer Party zu gehen, sich aber vorzunehmen, um 16h00 hinzugehen und um 19h00 zu GEHEN. Und wenn die Kindelein gerade so sonnig sind und alle anderen Gäste verzaubern. 19h00 Abflug. Kinder zu Hause in Ruhe, in der gewohnten Umgebung füttern, baden, ins Bett. Es bedeutete viel Entsagen, vor allem für mich als Mutter. Ich konnte es nur so. Ich war nicht die super-entspannte Mutter, die in Wind und fliegendem Sand mit Kleinstkindern im Auto/Kinderwagen/sonstwo ihrem Mann beim Surfen zuguckt. Nö, da blieb ich lieber zu Hause, wo ich alles griffbereit hatte und die Kinder ihr geregeltes Leben hatten. Wohlbemerkt, weil ICH es so wollte. Es wurden auch nicht am Samstagvormittag Badezimmeramaturen ausgesucht, weil ich wußte, dass die Kinder Amok laufen würden.

Ich kann beide verstehen, Ami und den Wortteufel. Ich wusste sofort, dass Wortteufel es satirisch-bissig meint und sie sprach ja vielen von uns aus der Seele. Dass unter meinen bitterbösen, angenervten Blicken, nicht schon so manches Kleinkind sich schlichtweg in nichts aufgelöst hat, ist mir unverständlich. Und zeigt nur, wie unverwüstlich die Biester sind! Aber ich darf es ja, ich bin ja Mutter. Meine liebe kinderlose Freundin sagt immer, wenn sie zwischen uns schnatternden kinderreichen Frauen sitzt ich darf ja nichts sagen, ich habe ja keine Kinder. Dass ich selbst mal Kind war, dass ich kleine Geschwister habe, die meine eigenen Kinder sein könnten vom Alter her, dass ich viele Kinder im Bekanntenkreis habe, ZÄHLT einfach nicht. Und gerade diese Freundin hält mir so oft den Spiegel vor. Bringt mich entweder auf den Teppich, wenn ich meine, dass meine Kinder so außergewöhnlich schwierig sind. Oder aber gibt mit zu verstehen, dass von allen Marten-Levins dieser Welt, meine drei Exemplare noch die angenehmsten sind. Und das tut sie nicht, um mir Honig um den Mund zu schmieren. Sie wertet Kinder als Menschen. Ohne das ganze hutschi-gu, das wir, mit Kindern, gern an den Tag legen.

Wir haben einige kinderlose Freunde, gute Freunde. Und es sind gerade diese Freunde, die unseren Kindern am nächsten sind. Gerade, WEIL sie sie als Menschen und nicht nur hutschi-gu als Kinder werten. Sie sind unseren Kindern echte Kumpel und solchen Freunden räume ich alle Kritik an meinen Kindern ein.

Wie schon so oft erlebt, kochen die Emotionen hoch beim Thema Kinder und Erziehung. Kinderlose haben da leider schlechte Karten. Ich hoffe, ich konnte dies mit diesem Beitrag, den ich wohlbemerkt under the influence (zwei Gläser Rotwein nach einem Tag voller Gartenarbeit) geschrieben habe, etwas relativieren. Also, verzeihen Sie mir den einen oder anderen Fählär. Aber ich musste es noch heute Abend loswerden.

Frau DüneSieben und ihre sieben, nein, sechs Macken

So, nun aber mal. Echt jetzt. Frau Unterholzbewohner(in) hat zugeschlagen. Sie weiß noch nicht, dass ich praktisch Monate brauche, um so ein Stöckchen endlich mal anzuarbeiten. Ist nicht meins, dieses Stöckchen-Dingens.

1. Setze einen Link zu der Person, die Dir das Stöckchen zugeworfen hat.

2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in Deinem Blog.

3. Erzähle von Dir sechs unwichtige Dinge/Gewohnheiten/Macken.

4. Gib das Stöckchen am Ende Deiner Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter.

5. Hinterlasse bei der jeder der gewählten Personen einen Kommentar in ihrem Blog/Website, wonach Sie “getagged” wurden.

Okay:

1. Abgehakt.

2. Abgehakt. Oder?

3. Macken? Macken:

  • Ich tupper ständig um. Reste kommen in eine Tupperdose. Wird der Rest kleiner, wird immer wieder umgetuppert in kleinere Dosen. Ich kann nicht anders. Runs in the family. Machen meine Mutter und diverse Tanten genauso. (In Namibia ist Tupper ganz groß!)
  • Ich habe immer und überall ein Lip-Ice. Ha! Sie wissen nicht, was Lip-Ice ist? Tipp: In D wird es auch La.bell.o genannt. Ich bevorzuge aber auch nach fast 15 Jahren Eindeutschung immer noch das gute alte Lip-Ice. Von Zambuk (gelinkte Seite ganz runterscrollen, oder auch etwas länger verweilen - zum Schreien komisch, die angebotenen Produkte…) am besten. Ich trage es in Hosentaschen, Jackentaschen, in der Küche liegt eines, auf dem Nachttisch und auf dem Schreibtisch. Sie überstehen 40°C Wäsche und ich bringe sie mir immer in 10-er Packungen mit.
  • Ich wärme Teller vor. An sich nicht so schlecht. Aber manchmal übertreibe ich es. Davon zeugen zwei hellbraune Ringe auf dem Eßtisch.
  • Morgens trinke ich als erstes einen Instantkaffee mit gesüßter Kondensmilch.
  • Beim morgendlichen BroteSchmierMarathon wickel ich jedes Brot einzeln in Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier ein. Ein Zwang sozusagen. Kommt daher, dass ich die gesamte Schulzeit jeweils ein Leberwurst- und ein Peanutbutter/Marmeladenbrot mitbekommen habe. Manchmal auch Apfelschnitzer (nur manchmal, weil früher - und in Namibia sowieso - hatten wir es ja noch nicht so mit der Gesundheit und den Vitaminchen). Und alles packte meine Mutter in EINE Dose. Und es schmeckte alles gleich. Dass möchte ich meiner Familie nicht antun. Aber anstatt mich zu loben, mokieren sie sich über die alles einzeln einwickelnde Mutter. Pah!
  • Diese Macke wurde ja schon ausführlich besprochen. (Brote werden allerdings nur im äußersten Notfall nie beschriftet.)

4. Ich schmeiße ungern mit Stöckchen oder anderen Dingen um mich. Außerdem ist dieses Stöckchen doch jetzt schon fast überall bearbeitet worden, aber wer eine Stöckchen-Macke hat: Bitteschön, ich freu mich! 5. Sie sagen mir dann Bescheid, ja? (Puh, geschafft und hat gar nicht mal so sehr wehgetan.)

nun sind sie weg

Schön, so ein grauer Dienstagmorgen in Schleswig Holstein, wissend, dass die Kindelein in die Sonne fahren. Der Abschied war okay, ich habe mich sehr zusammengerissen. Töchterlein wollte immer wieder und wieder umarmt werden, Sohnemann ertrug die Abschiedsszene mit stoischer Miene, allein beim Einsteigen in den Zug nochmal ein leicht blasser, hilfesuchender Blick in meine Richtung. Ich sehe im Geiste Töchterlein hinter dem Zugfenster noch winken wie eine Windmühle und Sohnemann nervös um sich schauen, wer sich denn neben ihn setzt. Ich sehe auch das Mädchen mit der roten Jacke, so bitterlich weinend. Und die Mutter ganz tapfer Kusshändchen werfend.

Nun sind sie weg und was nicht beschriftet vergessen ist, ist halt nicht beschriftet vergessen. (Ich hatte noch kurz daran gedacht, den Edding mit zum Bahnhof zu nehmen. Man weiß ja nie. Ich kann mich aber zum Glück im richtigen Moment zusammenreißen. Naja, meistens. Allgemein bestaunt by the way, wurde die Tatsache, dass außer meinen Kindern nur noch zwei andere ein Namensschild an der Tasche hatten. Da sehen Sie mal, meine Damen und Herren…)

Jetzt ist Ruhe bis Samstag und ich habe Zeit, mich mal ganz auf meine Große zu konzentrieren. Aufatmen!

Beschrifteritis

Alles, was morgen dieses Haus verlassen wird und mit auf die Klassenfahrt geht, wird mit Namen versehen. Duschgel, Shampoo, die Zahnbürste, Taschenlampe, natürlich sämtliche Klamotten, die Gummistiefel und so weiter. Mein wasserfester Edding ist voll im Einsatz. Die Große lacht sich scheckig, denn sie ist vor zwei Jahren auch bis aufs Zahnfleisch beschriftet, auf Klassenfahrt gefahren. Mama hat damals sogar auf meine Packung Tem.po Taschentücher meinen Namen geschrieben. Gacker! Und das Zwillingstöchterchen unkt, dass ich ihren Wackelzahn, der in den nächsten zwei bis drei Tagen fällig wird, auch noch beschrifte. Gacker!

(Glück habe ich mit den Sachen, die noch von vor zwei Jahren beschriftet sind. Die Klassenlehrerin der Zwillinge war damals die Deutschlehrerin der Großen und somit bleibt es in der DüneSiebenFamilie.)

So, und jetzt muss ich weiter packen und beschriften. (Frau Unterholzbewohner - wenn das mal keine ausgewachsene Macke ist, oder?)

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